Historisches Foto

Das neue Rätsel: Ortskern im Wandel

Auf dem neuen Rätselfoto muss man genau schauen, um Hinweise auf die heutige Zeit zu erkennen. 
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Auf dem neuen Rätselfoto muss man genau schauen, um Hinweise auf die heutige Zeit zu erkennen. 
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Das letzte RGA-Rätselfoto zeigte ein Tal, das mit dem Bau der Wuppersperre 1975 geflutet wurde.

Von Andreas Weber

Remscheid. Auf dem neuen Rätselfoto muss man genau schauen, um Hinweise auf die heutige Zeit zu erkennen. Der Kern dieses Ortsteils hat sich mächtig gewandelt. Schicken Sie ihre Lösung bis 26. Mai an den RGA, Alleestraße 77 - 81, 42 853 Remscheid oder per Mail: redaktion@rga.de.

Die alte Kräwinklerbrücke war auf dem letzten Rätselfoto zu sehen. Spiegelverkehrt, wie unter anderem Stefan Kersting feststellte. Jürgen Koppka fand die Lösung schwer, lag aber richtig: „Es ist die alte Wupperbrücke in Kräwinkel, an der Grenze zu Rade. Die Häuser und die Kapelle wurden abgerissen, um die Wuppersperre anzustauen. Das Tal war bis zum Bau der Wuppersperre ein Industriezweig mit den Firmen Urbahn und Grimm, die die Wasserkraft der Wupper nutzten.“

Mit dem Bau der Wuppersperre versank die Ortschaft im Wasser: Kräwinkel, aufgenommen 1967.

Ganz anders empfand Birgit Völpel die Aufgabe: „Das war einfach. Das ist die alte Kräwinklerbrücke. Beim Betrachten habe ich gestutzt. Irgendetwas passt nicht. Das Bild ist spiegelverkehrt. Wir wohnen seit 31 Jahren neben der Kirche, und ich habe 22 Jahre da gearbeitet bis zur Schließung 2018.“ Günter Sieper lobt den einst so schönen Ort Kräwinklerbrücke, der seinen Namen durch die historische Steinbrücke erhielt: „Als kleiner Junge lief ich oft darüber, um Brötchen zu holen. Die Backstube war im Anbau des Hotel-Cafe Sieper untergebracht. Vor dem Hotel sieht man die 1951 erbaute Kapelle Maria zur Mühlen. Die Wohnhäuser gehörten zur Firma Lausberg bzw. später zur Textilfabrik Mauer.“

Patti Mergner lebt seit 21 Jahren an der Kräwinklerbrücke. Den historischen Teil ihrer Antwort lieferte ihre Schwiegermutter Gisela Mergner. Auch Mergner nennt Kirche und Bäckerei. Weiter schreibt sie: „Die Brücke Richtung Heidersteg existiert noch und ist komplett unter Wasser.“

Die 270 Meter lange Spannbetonbalkenbrücke verbindet Kräwinkel mit dem gegenüberliegenden Radevormwald.

Wie das Hotel-Cafe Sieper, in dem Britta Hoffmanns Eltern 1960 ihre Hochzeit feierten. „Für unsere Familie war Kräwinklerbrücke immer ein lohnendes Ausflugsziel nach einer Wanderung durch das idyllische Wiebachtal“, teilt sie mit. Zur Historie bemerkt Roland Benscheid: „Die heutige Spannbetonbalkenbrücke, die das Tal in 30 Meter Höhe überspannt, wurde 1968 errichtet. Kräwinklerbrücke gehörte bis zur Eingliederung in Remscheid zu Hückeswagen. Für den Bau der Wuppertalsperre wurden bis 1975 bis zu 50 Bauwerke, die im Überflutungsbereich lagen abgerissen und das Gelände neu modelliert.“

Andreas Hinz fand bei der Altpapierentsorgung am Lenneper Bahnhof eine Brotkiste mit Büchern, darunter ein besonderes Fundstück. „Ich erinnere mich, dass es sich um eine Widmung für den verantwortlichen Bauleiter der Talsperre handelte. Jedenfalls war es ein einzigartiges und aufwändig mit Tusche handgeschriebenes Buch mit eingeklebten Fotos des Bauvorgangs, kleinen Tuschzeichnungen und vielen Gedichten und Anekdoten über die Ortschaften und Besitzer.“ Hinz nennt es ein schönes Stück, das nicht in den Müll gehörte. „Irgendwann habe ich durch Zufall den Autor eines Bildbandes über die Wuppertalsperre im Internet ausfindig gemacht. Heinz D. Dörner hatte inzwischen den Bildband „Historisches aus der Wupper-Talsperre: Historischer Bildband mit Chroniken und Beschreibungen“ geschrieben. Damit war jemand gefunden, der das Büchlein in Ehren halten konnte.“
Weitere richtige Einsendungen schickten Heinz-Jürgen Schmitz und Hans Gerd Langguth.

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