CVJM-Saal

„Konzert für den Frieden“ macht nachdenklich und gute Laune

Der Lüttringhauser Frauenchor hatte die Auftritte vor Publikum sehr vermisst.
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Der Lüttringhauser Frauenchor hatte die Auftritte vor Publikum sehr vermisst.

Lüttringhauser Frauenchor und MGV Niegedacht Herbringhausen boten ein abwechslungsreiches Programm.

Von Sabine Naber

Remscheid. Keiner der 180 Stühle war am späten Samstagnachmittag im CVJM-Saal frei geblieben, als der Lüttringhauser Frauenchor und der MGV Niegedacht Herbringhausen zu ihrem „Konzert für den Frieden“ einluden. Dass es dabei um Solidarität und Unterstützung für die Ukraine ging, das war nicht zuletzt an den blau-gelben Schleifen zu sehen, die sich alle Chormitglieder angesteckt hatten. „Der volle Saal zeigt uns vielleicht, dass Sie Konzertbesuche in den vergangenen zwei Jahren vermisst haben. Wir aber auch“, waren sich die beiden Vorsitzenden Christel Lamb und Christoph Venta in ihrer Begrüßung einig.

Und es war ein großartiges, abwechslungsreiches Programm, das die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit Chorleiterin Petra Rützenhoff-Berg zusammengestellt hatten. Mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“, mit dem die damals 17-jährige Sängerin Nicole 1982 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte, stimmte der Frauenchor sein Publikum auf ein Konzert ein, in dem der Wunsch nach Frieden auf der Welt im Mittelpunkt stand.

Mit sechs Jahren zum ersten Mal auf der Bühne

Ein Ausreißer war „Ich will keine Schokolade“, was die Chorleiterin so begründete: „Aber dennoch darf man gute Laune haben. Und dieses Lied, das einst Trude Herr gesungen hat, bringt sie mit.“ Gekonnt arrangiert für den Chor, präsentierten die Sängerinnen den Schlager so herrlich, dass erste Bravo-Rufe zu hören waren. Eine Premiere war es anschließend, als Pina Bauer und Mercutio Fazio, beide sind sechs Jahre alt und werden von der Chorleiterin am Klavier unterrichtet, erstmals in einem Konzert auftraten. Sie hatten sich unter anderem Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ oder auch „Für Elise“ ausgesucht, während Paula Kotthaus bei ihrem Klavierspiel für „Claire de lune“ von Debussy entschieden hatte. Sie spielten so gekonnt, dass das Publikum begeistert war.

„Jungs – die Messlatte liegt hoch“, hieß es dann humorvoll bei Christoph Vento, als er zunächst das Lied „Santiago“, eine Mischung aus Irish Folk und Shanty ankündigte. Wunderbar gelang den Sängern auch „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus dem Musical Tabaluga. Wie kraft- und gefühlvoll die Sehnsucht nach der Heimat klingen kann, das wurde beim Song „Exodus“ beeindruckend spürbar.

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