Bergischer Arbeitsmarkt

Konferenz nimmt Frauen in den Blick

Wollen Perspektiven eröffnen: Anne Preuß (v l.), Dr. Victoria Schnier, Astrid Hofmann und Sandra Ernst.
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Wollen Perspektiven eröffnen: Anne Preuß (v l.), Dr. Victoria Schnier, Astrid Hofmann und Sandra Ernst.

Starre Strukturen aufbrechen und flexiblere Modelle finden, um Frauen Chancen auf eine Ausbildung und damit mehr Teilhabe in der Gesellschaft zu geben – darum ging es am Freitag bei der Bergischen Arbeitsmarktkonferenz im Jobcenter Solingen.

Von Andreas Römer

Eingeladen hatte neben dem Frauenbüro Remscheid sowie der entsprechenden Wuppertaler Stabsstelle, die als Kooperationspartner auftreten, die Solinger Gleichstellungsstelle.

„Es gibt nichts Besseres als eine gute Ausbildung“, sagte Astrid Hofmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Solingen. Doch gerade bei Frauen gebe es einen Mangel an Ausbildung. „Es gibt viele verschiedene Lebenssituationen, die eine Ausbildung erschweren“, ergänzte Anne Preuß vom Zentrum für Integration und Bildung (ZIB). Da seien Frauen mit kleinen Kindern, Alleinerziehende, Frauen mit Behinderung oder Flüchtlinge ohne anerkannte Ausbildung. Ihnen allen wolle man helfen, indem man individuelle Möglichkeiten wie Ausbildung in Teilzeit aufzeige.

25 Fachleute aus den Arbeitsagenturen der Region sowie von Sozialträgern nutzten den Tag, um sich zu informieren und zu netzwerken. Sie sollen als Multiplikatoren die Themen weitertragen und ihren Beitrag leisten, dass zukünftig noch mehr Unternehmen Menschen in Teilzeit – den jeweiligen Umständen angepasst – ausbilden. „Die Neufassung des Berufsbildungsgesetzes hat die Möglichkeiten für eine Ausbildung in Teilzeit erweitert. Damit lassen sich für sehr viel mehr Menschen Perspektiven schaffen“, erläuterte Dr. Victoria Schnier von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung NRW.

Im Modellprojekt „RITA+“ wird zum Beispiel die Teilzeitberufsausbildung kombiniert mit Unterstützung für die Familienaufgaben, mit Sprachangeboten für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung oder mit Lernförderung für Menschen mit Beeinträchtigungen. „Da ergeben sich viele, flexible Möglichkeiten, Ausbildung neu zu denken“, sagte Astrid Hofmann mit Blick auf das Modellprojekt – und die Situation im Bergischen allgemein.

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