Kommissar Zufall half im Penner-Mord

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

1997 -wey- Die nicht vorhandene Toilette auf der Alleestraße beschäftigt die Remscheider Politik nun schon gute zwei Jahre – ganz neu ist das Problem nicht: Vor über 25 Jahren wurde das Klo vorm Lüttringhauser Rathaus wegen Vandalismus geschlossen, was „große Not“ im Dorp hervorrief, wie einem Artikel im RGA am 3. Februar zu entnehmen ist. Die Lösung brachte schließlich das sogenannte Schlüsselmodell: Wer muss, kann sich beim nahen Zeitungskiosk den Schlüssel fürs stille Örtchen holen, muss aber einen Pfand hinterlegen. Und das klappt, so das erste Fazit, ganz gut. 1972 Vor 50 Jahren beschäftigte Remscheid hingegen ein Gewaltverbrechen: Der Stadtstreicher Walter „Ente“ Engels war ermordet worden. Tagelang folge der Tüpitter mit seinen Artikeln den Ermittlungen der Polizei in dem „PennerMordfall“, bis schließlich ein anderer Stadtstreicher in dringenden Tatverdacht geriet. Bei der Festnahme half schließlich „Kommissar Unfall“, wie der RGA am 7. Februar berichtet: Nach einem Autounfall landete der Verdächtige im Krankenhaus Wermelskirchen, wurde dort erkannt und legte schließlich ein Geständnis ab. 1947 Zurück zum Alltäglichen, das vor 75 Jahren im Amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Remscheid, das nach dem Krieg eine Zeit lang ersatzweise für den RGA erschien, meist dominierte. Neben Terminen für verschiedene Versammlungen, Lebensmittelverteilung und die anstehende Wahl ist in der Ausgabe vom 8. Februar vor allem das Thema Steuern. In mehreren Meldungen wird darauf hingewiesen, welche Abgaben wann und wie zu entrichten sind. Namentlich stehen als Nächstes an: Die Grundbesitzsteuer, die später zur Grundsteuer wurde, das Schulgeld, das es gar nicht mehr gibt, und die Vermögenssteuer, die seit 1997 „ausgesetzt“ ist. Vielleicht war früher doch nicht alles besser. . .

1922 Wie lange die Aufarbeitung des Kapp-Putsches von 1920 gedauert hat, lässt ein RGA-Artikel von vor 100 Jahren erahnen. Am 3. Februar wird über einen Gerichtsprozess gegen die linke Zeitung Bergische Volksstimme berichtet. In der war kurz nach dem Putsch von einer „bürgerlichen Mordorganisation unter Führung von Dr. Weisemann“ die Rede, was eben jenen Dr. Weisemann veranlasste, wegen Beleidigung gegen die Volksstimme vorzugehen. Am Ende musste die 300 Mark Strafe zahlen.

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