Lennep

Kölner Straße: Planer hörten Ideen

Stadtplanerin Christina Kutschaty (l.) suchte das Gespräch über die Kölner Straße.
+
Stadtplanerin Christina Kutschaty (l.) suchte das Gespräch über die Kölner Straße.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
    schließen

40 Interessierte nahmen am Rundgang über die Lenneper Verkehrsader teil. Sie soll umgebaut werden

Von Frank Michalczak

Remscheid. Rund 40 Interessierte folgten am Dienstag der Einladung aus dem Rathaus, bei einem „Planungsspaziergang“ die Kölner Straße zu erkunden. Wer wollte, konnte dabei Ideen liefern, wie sich die Verkehrsader in Lennep zum Positiven verändern könnte. Denn nach etlichen Jahren des Niedergangs, der auf der Einkaufsmeile spür- und sichtbar ist, soll sie nun endlich umgebaut werden. Das Spektrum der Ideen reichte von mehr Straßengrün über erweiterten Raum für Radfahrer bis hin zum Einbahnstraßenverkehr in einem Teil.

Die Beteiligung war so groß, dass Baudezernent Peter Heinze und Chefplanerin Christina Kutschaty die Teilnehmer in zwei Gruppen einteilen mussten. Diese erlebten bei ihrem Rundgang eine Kölner Straße, die sich mitten im Berufsverkehr von ihrer lautstarken Seite präsentierte. Nur mit Mühe konnte sich Christina Kutschaty angesichts des erheblichen Pkw-Aufkommens Gehör verschaffen. Dabei brachte sie immer wieder einen Begriff ins Gespräch: Aufenthaltsqualität.

Die Kölner Straße soll einen Verwandlungsprozess erleben, der zum Wohlfühlen der Passanten beiträgt. „Hier müssen sie flanieren können und ein Einkaufserlebnis erhalten, das ihnen das Internet nicht bieten kann“, erklärte sie die Stoßrichtung. Dabei spiele auch die Perspektive eine wesentliche Rolle, dass sich Außengastronomie ansiedeln kann. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass Parkplätze im großen Stil wegfallen, hörte die Planerin von einer Geschäftsfrau, die darauf hinwies, dass sie von Laufkundschaft abhängig sei. „Aber meinen Sie wirklich, dass vor jedem Laden, vor jedem Friseursalon Parkraum vorgehalten werden muss?“, stellte Christina Kutschaty eine Frage in den Raum, die beim weiteren Planungsprozess noch wesentlich sein dürfte.

Kölner Straße: Einzelhändler in Lennep wollen Autos nicht aus Stadtkern verbannen

Das Thema Erreichbarkeit der Händler prägte auch die Debatte rund um den Übergang von der Kölner Straße in den historischen Stadtkern „Wenn Sie hier Autos verbannen, können wir unsere Läden gleich dichtmachen“, mahnte eine Teilnehmerin. Die Planerin brachte eine Testphase ins Gespräch. „Aber auch das würden wir doch nicht überleben“, antwortete ihr die Lenneperin. Stattdessen könnte die Zufahrt in die Altstadt sogar erleichtert werden, indem am Edeka-Supermarkt Geradeaus-Verkehr ermöglicht wird.

Zu Wort meldete sich immer wieder Klaus Kreutzer mit kritischen Anmerkungen. Der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins verwies darauf, dass seit Jahrzehnten Pläne für den Umbau der Kölner Straße geschmiedet wurden, dann aber in der Schublade verschwanden. „Ist denn dafür überhaupt Geld da?“, wollte er wissen. Und hörte von Christina Kutschaty ein deutliches: „Ja.“ Einschränkend fügte sie hinzu: „Für die Planungen. Das ist klarer politischer Wille.“

Damit ist nun das Fachbüro Stadtguut betraut, dessen Mitarbeiter vor Ort waren und die Äußerungen der Teilnehmer auf Notizen festhielten. Sie sollen in die Planungen einfließen, die im nächsten konkretere Formen annehmen werden. Vertieft wird das Ganze bei der nächsten Lennep Konferenz, die für Ende Oktober vorgesehen ist und die sich auch mit der Zukunft der Outlet-Grundstücke befasst.

Ortsbesichtigung

Noch eine weitere Ortsbesichtigung fand am Dienstag in Lennep statt: Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) hatte zum Munsterplatz eingeladen, wo sich die Bezirksvertretung mit dem Stand der Umbaumaßnahmen befasste. Bis zur Ankunft der neuen Statue von Tony Cragg am 18. Oktober würden die Arbeiten nicht vollendet sein, erklärte Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe. Es werde aber eine „vernünftige Einweihung“ geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Weihnachtsmarkt: Lüttringhausen rückt eng zusammen
Weihnachtsmarkt: Lüttringhausen rückt eng zusammen
Weihnachtsmarkt: Lüttringhausen rückt eng zusammen
Die Gans ist wieder da - Ermittler haben heiße Spur
Die Gans ist wieder da - Ermittler haben heiße Spur
Die Gans ist wieder da - Ermittler haben heiße Spur
Wo ist dieses Foto 1960 entstanden?
Wo ist dieses Foto 1960 entstanden?
Wo ist dieses Foto 1960 entstanden?
EWR schicken 17.000 neue Bescheide
EWR schicken 17.000 neue Bescheide
EWR schicken 17.000 neue Bescheide

Kommentare