Bezirksvertretung

Knusthöhe: Neuer Anlauf für Wohngebiet

Das Baugebiet Knusthöhe, hier mit Blick auf Schreverheide von der Heinrich-Hertz-Straße aus, soll mal wieder konkrete Formen annehmen. Archivfoto: Michael Sieber
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Das Baugebiet Knusthöhe, hier mit Blick auf Schreverheide von der Heinrich-Hertz-Straße aus, soll mal wieder konkrete Formen annehmen.
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Bezirksvertretung Lennep gibt grünes Licht für konkrete Planungen

Von Frank Michalczak

Remscheid. Nach Jahrzehnten der Debatten soll nun das Lenneper Wohngebiet Knusthöhe einmal mehr Gestalt annehmen. „Es ist eine der letzten großen Flächen, die dafür in ganz Remscheid in Frage kommen“, berichtete Raumplanerin Christina Kutschaty in der Bezirksvertretung (BV) Lennep. Die Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung machte damit den Ortspolitikern deutlich, wie wertvoll aus ihrer Sicht das Areal an der Ringstraße – ganz in der Nähe zum Abzweig nach Lüttringhausen – ist.

„Wir müssen die Interessen der Anwohner größtmöglich beachten.“
Bezirksbürgermeister Markus Kötter

Obwohl das Bauvorhaben bei den Grünen auf Ablehnung stößt, gab die BV am Mittwochabend einmütig grünes Licht für die weiteren Planungen. Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) gab Kutschaty und ihrem Team jedoch Vorgaben mit auf den Weg. Die Verkehrsanbindung des neuen Wohngebiets dürfe keinesfalls über die Heinrich-Hertz-Straße und Platanenallee in der Nachbarschaft erfolgen. Die dortigen Mieter und Hausbesitzer müssten vor der zusätzlichen Pkw-Belastung bewahrt bleiben. „Wir müssen die Interessen der Anwohner größtmöglichen beachten“, mahnte er. Aus seiner Sicht komme lediglich eine Erschließung über die Ringstraße in Frage.

Diese aber wird für den Kundenverkehr zum und vom geplanten Outlet-Center eine zentrale Rolle spielen, erklärte Klaus Kreutzer in seiner Funktion als Vorsitzender des Handelsverbands Rheinland, Region Bergisches Land. „Was soll die Ringstraße denn noch alles verkraften? Da geht es doch um bis zu 1000 Fahrzeuge, die durch das neue Wohngebiet zusätzlich unterwegs sind“, rechnete er vor. Er empfahl der Stadtverwaltung, sich „anderen angebissenen Brötchen“ bei den Planungen für Wohngebiete zu widmen.

So wie Kreutzer hatte auch Bürgermeister David Schichel (Bündnis 90/Die Grünen) die Gelegenheit, in einer Sitzungsunterbrechung Stellung zu nehmen, wobei er seinen erkrankten Parteifreund Rolf Haumann vertrat. Schichel lehnte es ab, das Grünland für die Wohnbebauung zu opfern. „Wir werden in den kommenden Wochen Beispiele aufzeigen, wo Wohnbebauung im Bestand möglich sein wird“, kündigte er an. „Unter anderem ist dies auf dem Gelände des Krankenhauses in Hackenberg bestens gelungen.“

Roland Kirchner (WiR) machte klar, dass es bei dem Aufstellungsbeschluss für das Gebiet mit etwa 200 Wohneinheiten zunächst einmal darum gehe, die Öffentlichkeit zu beteiligen. Interessierte Bürger, aber auch Behörden, können sich zu Wort melden – mit Einwänden und Anregungen. „Das ist doch zu begrüßen“, erklärte Kirchner.

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