Lüttringhausen

Knoten Eisernstein bleibt ungelöst

Der Knotenpunkt Eisernstein könnte schon längst zu einem leistungsfähigen Kreisverkehr umgebaut worden sein. Die Politik hat aber andere Prioritäten. Foto: Michael Sieber
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Der Knotenpunkt Eisernstein könnte schon längst zu einem leistungsfähigen Kreisverkehr umgebaut worden sein. Die Politik hat aber andere Prioritäten.

Da wunderte sich Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen, doch sehr. Im Lärmaktionsplan der Stadt Remscheid wird unter anderem ein Ausbau des Knotenpunktes Eisernstein zum Kreisverkehr als Möglichkeit, zur Lärmreduzierung vorgeschlagen.

Von Gerhard Schattat

Die Verbindung Barmer Straße, Richtung Lindenallee sei mit ihren zahlreichen Anwohnern auch auf einer deutlich höheren Dringlichkeitsstufe als die Ringstraße. Doch für sie hat jüngst die Bezirksvertretung Lennep den lärmmindernden Ausbau nebst Fällung von 56 Straßenbäumen beschlossen. Peter Maar: „Nach der von der Stadt Remscheid mit großem Aufwand erstellten Entwurf des Lärmaktionsplanes steht die Ringstraße im Rahmen einer Prioritätenliste untersuchter Straßenabschnitte erst an 11. Stelle.“ Die Stadt, so der Heimatbund-Vorsitzende, solle sich an der Prioritätenliste orientieren, die sich an der Beseitigung von Gesundheitsgefährdungen möglichst vieler betroffener Anwohner ausrichtet.

Forderung liegt schon 17 Jahre zurück

Vor 17 Jahren hatten Bezirksvertretung Lüttringhausen und Heimatbund den Ausbau des Knotens Eisernstein gefordert. 2002 lag ein Gutachten der Technischen Hochschule Aachen vor, das tatsächlich eine Kreisverkehrslösung befürwortete. Geld dafür wäre auch vorhanden gewesen. Doch im Bauausschuss gab es 2002 dafür keine Mehrheit.

Ringstraße war bis 2014 überhaupt nicht im Investitionsprogramm

Seit Jahren steht der Ausbau des Knotens Eisernstein in der Finanzplanung der Stadt auf einer einer Position für „spätere Jahre“. Die Ringstraße sei bis 2014 in den langjährigen Investitionsprogrammen der Stadt überhaupt nicht enthalten gewesen sei, so Maar. Um so erstaunter sei man über das jetzige Vorziehen.

Für den Heimatbund fordert Maar grundsätzlich eine raschere Lösung für den Ausbau des Knotens Eisernstein zu einem Kreisverkehr. Die jetzige Einstufung für „2020 und später“ sei nicht hinnehmbar, auch unter dem Aspekt, dass hier zusätzlicher Verkehr fließen werde, wenn das DOC in Lennep gebaut ist.

Überdies, so betonte Maar, sei an dieser Stelle auch eine städtebauliche Lösung erforderlich, die dieses Tor nach Lüttringhausen deutlich ansprechender gestalte.

Grundsätzlich hat sich der Heimatbund die Verbesserung des Stadtbildes in Lüttringhausen auf die Fahne geschrieben. Dazu gehört auch die Neugestaltung des Geländes rund um das historische Rathaus Lüttringhausen. Dafür stehen auch tatsächlich 100.000 Euro im Haushalt bereit.

Vorangekommen, so beklagte Maar im Gespräch mit dem RGA, sei man da bisher nicht. Ein zugesagter Entwurf zur gestalterischen Rahmenplanung, der vonseiten der Stadt Remscheid kommen soll, fehlt nämlich bisher.

Der große Saal im Lüttringhauser Rathaus bedarf dringend der Sanierung. Am kommenden Montag gibt es dort einen Ortstermin des Heimatbundes mit Vertretern der Stadtverwaltung.

Auf die Stadt Remscheid setzt der Heimatbund dabei letztlich nicht: Für die Sanierung der „guten Stube“ des Rathauses will der Heimatbund um Spenden werben und die Angelegenheit selbst stemmen.

DER HEIMATBUND

ORT Lüttringhausen ist ein Stadtbezirk von Remscheid mit rund 17 000 Einwohnern. Bis 1929 war es eine selbstständige Stadt und wurde dann nach Remscheid eingemeindet. 

HEIMATBUND Der Heimatbund Lüttringhausen wurde bereits 1925 gegründet und ist unter anderem in Denkmalschutz und Ortsbildpflege, Kulturförderung oder in der Veranstaltungs- organisation tätig. Er hat rund 1000 Mitglieder.

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