Ein kleines Teilchen gibt große Rätsel auf

Prof. Dr. Robert Harlander sprach vor großem Publikum. Zum Auftakt der Vortragsreihe des Deutschen Röntgen-Museums hatten sich viele Zuhörer eingefunden.
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Prof. Dr. Robert Harlander sprach vor großem Publikum. Zum Auftakt der Vortragsreihe des Deutschen Röntgen-Museums hatten sich viele Zuhörer eingefunden.

WELTMASCHINE "Wieviel wiegt ein Punkt?", hieß die Frage zum Auftakt einer spannenden Reihe. An dem Higgs-Teilchen oder Higgs-Feld hat man sich 40 Jahre lang in der Wissenschaft die Zähne ausgebissen. Seit 2008 kann man damit erklären, wie die grundlegende Eigenschaft "Masse" auf der Ebene der Elementar-teilchen zustande kommt.

Kein leichter Stoff, mit dem sich Prof. Dr. Robert Harlander von der Universität Wuppertal unter die Leute traute. Sein Referat war das erste der begleitenden Vorträge, mit denen das Röntgen-Museum in Lennep seine Sonderausstellung über die "Weltmaschine" unterfüttert. Medienpartner ist der Remscheider General-Anzeiger.

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt des Kernforschungszentrums Cern soll dabei helfen, die noch offenen "großen" Fragen der Physik zu beantworten: "Woraus besteht das Universum, was ist Masse?"

"Wir müssen uns von der Idee frei machen, uns diese Zusam-menhänge plastisch vorstellen zu können", sagte Harlander. "Alles in der Quantenphysik ist nicht mit irgendwelchen erfahrbaren Alltagssituationen vergleichbar." Eine ernüchternde Erkenntnis über nüchterne Fakten - und doch so fesselnd, dass sich nach rund eineinhalb Stunden Vortrag noch eine lebhafte Fragerunde anschloss.

Dass Harlander seine Ausführungen mit gut verteilten Prisen Selbstironie würzte und augenzwinkernd beispielsweise den "Drang der Physiker, alles in Formeln zu pressen" karikierte, machte Spaß und sorgte für kleine Lacher zwischendurch.

Wie lässt sich Masse aufdie Spur kommen?

"Wie viel wiegt ein Punkt?" war das Referat überschrieben, das am Donnerstagabend so viele Interessierte anzog, dass der stellvertretende Museumsleiter, Dr. Uwe Busch, immer neue Stühle stellen musste, um allen einen Platz zu ermöglichen. Um "Masse" ging es, "woraus besteht sie, wie kann ich sie zerlegen, wie ihr auf die Spur kommen?"

40 Minuten einleitende Grundlagen, wie Harlander selbst lächelnd feststellte, dann war er buchstäblich "auf dem Punkt": bei den kleinsten Elementarteilchen der Materie, den Quarks, Leptonen, Kraftteilchen - und dem Higgs. Und damit bei dem Phänomen, das sich im Grunde mit den in unserem Gehirn gespeicherten Erfahrungswerten nicht erfassen lässt.

Donnerstag, 27. September, folgt der zweite Vortrag zur Weltma- schine. "Eine Milliarde Mal heißer als die Sonne - wie das LHC das schafft und was man daraus lernt", hat Prof. Dr. Peter Mättig seine Ausführungen überschrieben. Beginn ist um 19 Uhr.

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