Die Woche von Axel Richter

Kleckern statt klotzen, so lautet wieder die Devise

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Das Designer Outlet Center (DOC) liegt auf Eis, vielleicht ist es auch längst Geschichte. In dieser Woche zog die Stadt daraus Konsequenzen.

Ein neues Stadion in Hackenberg wird es nicht geben. Stattdessen einen Kunstrasenplatz, damit der SG Hackenberg die Mitglieder nicht den Rücken kehren. Und an der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße, wo das DOC entstehen soll, werden sich die Technischen Betriebe um ein Verschwinden der Schuttberge kümmern, so dass sich die Lenneper nicht mehr für den Anblick schämen müssen. Zugleich kündigte die Sportverwaltung an, dass das mehr oder minder baufällige Röntgen-Stadion hier und da repariert wird, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Kleckern statt klotzen lautet also die Devise für die nächsten Jahre. Nachdem die Oberverwaltungsrichter im fernen Münster den Streit um das DOC in die nächst höhere Instanz und damit auf die lange Bank geschoben haben, besinnen sich Politik und Verwaltung auf das, was angesichts leerer Kassen möglich ist.

Das ist durchaus mehr als eine Blumenwiese am Stadion und ein Kunstrasen in Hackenberg. Schließlich ist auch die Lenneper Altstadt und die Kölner Straße wieder in den Fokus gerückt. Die Stadt will Geld in die Hand nehmen, um die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität beider Standorte zu steigern.

Das ist gut so, doch die Strahl- und Anziehungskraft eines Millionen-Investments wie das DOC kann das nicht erzeugen.

Es sind Investoren, die einem Standort neues Leben einhauchen. Unternehmer, die sich gute Geschäfte versprechen und deshalb ihr reichlich vorhandenes Geld in Sanierungen und Neubauten stecken. Sie sorgen für Kundenströme, die wiederum andere Investoren nach sich ziehen.

In Lennep wurde ein solcher Investor höchstrichterlich ausgebremst. In Alt-Remscheid tritt erst keiner an. Stattdessen, auch das war eine Nachricht in dieser Woche, sollen beide Standorte Besuch von Zentrenmanagern bekommen.

Solche öffentlich geförderte Kümmerer wurden schon einige in Remscheid vorstellig, um gemeinsam anzupacken, wie es bei ihrer Vorstellung hieß. Problem: Bis zu ihrer Verabschiedung hatten sie meist nur wenig auf den Haufen bekommen. Dass die neuen Manager mehr hinterlassen als ein paar „belebte“ Schaufenster, sei hiermit schon jetzt angezweifelt. Aber auch das würde ja ins Bild passen. Kleckern statt Klotzen heißt in Remscheid wieder die Devise.

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