Mein Leben als Papa

Kitschige Adventszeit: In mir wohnt immer noch ein kleiner Junge

Ein Teil unseres Weihnachtsdorfes im Wohnzimmer.
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Ein Teil unseres Weihnachtsdorfes im Wohnzimmer.
  • Gunnar Freudenberg
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RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Alltag mit seinen Söhnen Hannes (7) und Michel (4).

Im Weihnachtsdorf mit dem niedlichen Bahnhofshäuschen zieht eine mit Geschenken beladene Miniatur-Eisenbahn gemächlich ihre Runden. Nebenan kurven zwei kleine Eisläufer um einen Tannenbaum und schauen auf das nostalgische Karussell mit den Pferdchen.

„Ich glaub, jetzt haben wir aber wirklich genug von diesem Kitsch“, höre ich mich im Dezember 2021 beim Blick auf unsere Fensterbank im Wohnzimmer sagen, während die weihnachtliche Musik aus den bunt beleuchteten Modellen dröhnt. Ein Jahr später gehe ich im Supermarkt an den Wochenangeboten vorbei. Mir sticht ein verschneiter Weihnachtswald ins Auge. Hinter den Tannen steigt ein Heißluftballon auf und ab.

„Muss ich kaufen“, höre ich mich im Dezember 2022 sagen. Weil in mir immer noch der kleine Junge wohnt, der früher Stunden vor dem weihnachtlich dekorierten Schaufenster des Möbelhauses hätte verbringen können. Und weil bei mir zu Hause nun zwei Jungs wohnen, die Weihnachten genauso mögen wie ich. Werden Hannes und Michel dreieinhalb Jahrzehnte später auch in einer hektischeren und digitaleren Welt groß – ihre Augen glänzen genauso, wenn es adventlich wird und die hellen Lichter erstrahlen.

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Und auch wenn sie noch jung sind: Weihnachtliche Traditionen haben für sie schon eine Bedeutung. Als Adventskranz dient etwa wieder die alte Wurzel von Uroma Ilse, die sich einem liebevollen Facelifting meiner Frau unterziehen durfte. Die Krippe von Ururopa Walter steht auch wieder am selben Platz. Das neue Kunstgras unterm Jesukind gefällt Hannes allerdings gar nicht. „Sah vorher besser aus.“

Für Michel spielt das Kulinarische zur Weihnachtszeit eine große Rolle. In Kakao gestippte Spekulatius gibt es bei ihm gerne mal zum Frühstück. Dafür ist er beim Plätzchenbacken disziplinierter geworden und stopft nicht mehr heimlich so viel Teig in sich rein. Auch das von den Jungs mit ihrer Mama gefertigte Lebkuchenhaus sieht in diesem Jahr so gut aus wie nie und ist noch nicht vollends geplündert.

Eigentlich wird mittlerweile jeden Tag irgendetwas Weihnachtliches gemalt oder gebastelt. Bei den Weihnachtswichteln könnte es nicht geschäftiger zugehen als bei uns im Wohnzimmer. Apropos Wichtel: Tomte, wie der kleine Helfer vom Christkind heißt, der sich bei uns im Wohnzimmer eingenistet hat, schreibt Hannes und Michel auch in diesem Jahr wieder fleißig Briefe – und Hannes kann ihm jetzt alleine zurückschreiben. So hat er bei Tomte schon dafür gesorgt, dass bei Cousine Leni ein anderer Wichtel eingezogen ist.

Was uns zum adventlichen Glück bis jetzt noch fehlt, ist ein Weihnachtsbaum. „Diesmal kommen wir aber nicht wieder mit so großen Bäumen für eure Kinderzimmer zurück wie letztes Jahr“, habe ich bereits angekündigt. Ob wir uns dran halten, kann ich nicht sagen. . .

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