Schützenverein von 1816 Korporation

Kirmes in Remscheid: So liefen die ersten Tage

Sommer, Sonne, Kirmes: Bei bestem Wetter lockte das Volksfest zahlreiche Menschen auf den Schützenplatz
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Sommer, Sonne, Kirmes: Bei bestem Wetter lockte das Volksfest zahlreiche Menschen auf den Schützenplatz

Schützenfest und Kirmes waren zum Start gut besucht. Unter anderem lockten die Veranstalter mit zwei Fahrgeschäften, die es zuvor noch nicht in Remscheid gab.

Von Peter Klohs

Remscheid. Kaum jemand in Remscheid dürfte am Freitagabend so glücklich gewesen sein wie die Mitglieder des Schützenvereins von 1816 Korporation. Nach drei Jahren konnte das traditionelle Schützenfest wieder stattfinden. Ebenso traditionell fungierte der Schützenverein auch als Veranstalter der auf dem Schützenplatz stattfindenden Kirmes. Offiziell wurde das Schützenfest am Freitagabend mit dem Fassanstich durch Remscheids Bürgermeister Kai Kaltwasser eröffnet.

„Die Vorbereitungen zum Fest waren von der aufgestauten Vorfreude der letzten drei Jahre gekennzeichnet“, sagte Christoph Lange, Vorsitzender des Schützenvereins. „Wir freuen uns sehr, dass alles wieder wie vor Corona ablaufen kann.“ Es habe zwar bei den Schaustellern kurzfristige Absagen gegeben, aber die habe man teilweise kompensieren können. Und das Sommerwetter, so der Vorsitzende, spiele auch mit.

In der Tat präsentierte sich die Kirmes auf einem kleineren, aber effektiv kompakten Schützenplatz mit immerhin zwei Fahrgeschäften, die noch nie in Remscheid aufgebaut wurden. Da ist der Blue Power Polyp, der die Gondeln der Fahrgäste wie ein riesiger Tintenfisch auf und nieder bewegt, natürlich in angemessen rasanter Geschwindigkeit. Wer es noch spektakulärer mag und die Belastbarkeit des eigenen Magens austesten will, geht auf das „Take Off“, eine wilde Reise bis in mehr als zehn Meter Höhe.

Schützenkirmes in Remscheid: 20 Euro reichen für zwei Fischbrötchen und zwei Fahrten

Eine Fahrt auf dem „Take Off“ kostet fünf Euro. Als traditionelle Fahrgeschäfte sind der Dschungel-Express, der pro Fahrt und Person 4,50 Euro verlangt, der Break Dance und der Auto-Scooter dabei. Letzterer wird von der Remscheider Schaustellerfamilie Schmidt betrieben, neben einem Süßwagen und einem Kinderkarussell. Chefin Jaqueline Schmidt äußert sich vorsichtig optimistisch über den Verlauf der Kirmes. „Ja, die Leute sind zurückhaltender geworden“, findet sie. „Wir wollen aber allen eine Fahrt auf dem Auto-Scooter ermöglichen, deshalb haben wir seit fünf oder sechs Jahren die Preise nicht erhöht.“ Eine Fahrt kostet 2,50 Euro. Wer sechsmal fahren möchte, ist mit zehn Euro dabei.

Auch die Getränkestände erfreuten sich großer Beliebtheit.

Bedauerlich findet Jaqueline Schmidt die Absagen mancher Kollegen. „Der Grund dürfte Personalmangel sein“, vermutet sie. „Das ist schade, weil darunter die ganze Veranstaltung leidet.“ Sie selbst ist mit dem Gästeaufkommen zufrieden. Ähnlich äußert sich auch Christoph Hilger, der zweite Remscheider Schausteller auf der Kirmes. „Entenangeln geht immer“, weiß er zu berichten. „Es macht immensen Spaß, weil man sieht, wie viel Freude die Menschen wieder haben.“

Bei einem kleinen Rundgang über die Kirmes sieht man ein Kettenkarussell für Kinder, eine kleine Berg- und Talbahn und zahlreiche Wagen, an denen man unter Zuhilfenahme eines Greifers Plüschtiere aus einem Kasten entfernen kann, manche durchaus menschengroß. Schießbuden und Gastronomie runden das Angebot der Kirmes ab.

Selbstverständlich ist Fuhrmanns Braukessel vor Ort. Ebenso ist Darmanns Schlemmerecke mit den beliebten Fischbrötchen gekommen, die in diesem Jahr für sechs Euro zu haben sind. Für die obligatorischen 20 Euro bekommt man auf der Kirmes somit zwei Fischbrötchen und zwei Fahrten mit dem Dschungel-Express. Dann muss man aber schon einen Euro dazu tun und hat noch nicht einmal ein Kölsch getrunken.

Manchen Besuchern ist das jedoch herzlich egal. Wie Familie Di Lasso, die sagt, dass sie nicht auf die Preise guckt. „Es gibt Wichtigeres“, äußert Mutter Melanie. „Zum Beispiel, dass unsere Tochter völlig unbeschwert Karussell fahren kann.“

Der weitere Ablauf

Am Montag beginnt um 15 Uhr das Königsschießen des Schützenvereins von 1816 Korporation. Zum ersten Mal seit drei Jahren wird wieder ein König ausgeschossen. Auf dem Areal des Vereins am Schützenplatz sind Besucher zu dieser Veranstaltung sehr gerne gesehen. Abends um 19.30 Uhr wird der neue König gekrönt. Zudem ist am Montag Familientag mit zum Teil vergünstigten Preisen auf der Kirmes. Die geht bis einschließlich Dienstag. Danach, sagt Schützenchef Lange, starten am Mittwoch die Planungen fürs Schützenfest 2023.

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