Haftstrafe für Remscheider

Kindesmissbrauch: Unternehmer soll viereinhalb Jahre in Haft

Noch ist für die Richter am Landgericht unklar, wer die beiden 16- und 24-Jährigen mit Messerstichen verletzt haben soll. Archivfoto: Leon Hohmann
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Noch ist für die Richter am Landgericht unklar, wer die beiden 16- und 24-Jährigen mit Messerstichen verletzt haben soll.

Das Urteil des Landgerichts Wuppertal ist noch nicht rechtskräftig.

Von Dirk Lotze

Remscheid. Ein Unternehmer (60) aus Remscheid soll nach sexuellem Missbrauch an fünf Kindern für vier Jahre und sechs Monate in Haft. Das Landgericht Wuppertal verurteilte den Mann nicht rechtskräftig am Dienstag; Bewährung ist bei der Höhe der Strafe ausgeschlossen.

Laut Feststellungen umfassen die Taten 18 Jahre ab Sommer 2003. Die Vorsitzende Richterin zitierte den Angeklagten mit der Angabe, die Taten seien „so über ihn gekommen“. Sie stellte dazu klar: „Es gibt ein Geständnis, und das erkennen wir an. Aber es bleibt oberflächlich, leer und nicht ernsthaft betroffen.“

Laut Urteil beging der Angeklagte sexuelle Übergriffe beim Spielen und Toben, am Rand von Familientreffen und bei Übernachtungsbesuchen. Er habe Handlungen im Intimbereich der Kinder vorgenommen und verlangt. In einem Fall ging es um versuchten Geschlechtsverkehr an einem Jungen. Taten betrafen auch Kinder aus der Familie der Lebensgefährtin des Angeklagten sowie eine Nachbarsfamilie am früheren Wohnort.

Unternehmer muss 48 000 Euro Schmerzensgeld zahlen

Geschädigte benannten die Folgen der Übergriffe. Sie befinden sich teils in Therapie; ihre Familien wurden erschüttert. Eine Familie will ihr Haus aufgeben, weil das Umfeld zum Tatort wurde und sie es dort nicht mehr aushalten.

Der Angeklagte ist Inhaber von Betrieben in mehreren bergischen Städten. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Sein Geständnis ersparte den Geschädigten die Fragen vor Gericht. Er zahlt 48 000 Euro Schmerzensgeld und zusätzlich Behandlungskosten wegen der Tatfolgen.

Das Gericht wertet das strafmildernd, erläuterte die Vorsitzende, fügte aber hinzu: „Was befremdet, ist, dass er hier auf die Frage nach seiner Zukunft von einer künftigen Zeit in Spanien in der Sonne vorgeschwärmt hat.“

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