Anwohner übergeben Unterschriftenliste

„Kitas gehören nicht an den Stadtrand“

Ortstermin in der Stauffenbergstraße mit Anwohnern (v. l.): Otto Mähler mit Lothar Cirkel und Peter Nowack (Jugendamt).
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Ortstermin in der Stauffenbergstraße mit Anwohnern (v. l.): Otto Mähler mit Lothar Cirkel und Peter Nowack (Jugendamt).
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Für die Kita Stauffenbergstraße wird ein Verkehrsgutachten erstellt.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Planungen für die Kita Stauffenbergstraße werden von der Stadt vorangetrieben. Die Proteste im Ortsteil Vieringhausen bleiben. In der Bezirksvertretung Alt-Remscheid übergab Bezirksbürgermeister Otto Mähler eine Unterschriftenliste an Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Darin sprechen sich 39 Anwohner gegen die fünfgruppige Einrichtung mit 100 Plätzen aus. In der Sackgasse würde ein Verkehrschaos entstehen.

Norbert Schmitz (CDU) fand es in der BV-Sitzung „dreist“ von der Stadt, wie „unsensibel“ mit den Bürgern umgegangen worden sei. Die hätten viel zu spät von dem Projekt auf der überwucherten Freifläche zwischen den Häusern 9 und 19 erfahren, wo bis 2011 schon mal eine Awo-Kita stand. Thomas Neuhaus bestritt Geheimniskrämerei. Schließlich steht die Stauffenbergstraße seit langem in Verwaltungsunterlagen als potenzieller Standort für eine Kita.

Er erklärte auch, dass die „Quartiersverträglichkeit“ eines der Themen sei, die der Investor, die MUM 1.Kita GmbH (Köln) abarbeiten müsse. Ein Verträglichkeitsgutachten müsse eingereicht werden. Soweit ist es noch nicht. Eingebunden ist bereits das Landesjugendamt, dem die Stadt ein Raum- und Geländekonzept zur Prüfung vorgelegt hat. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, alle Beteiligten rechtzeitig einzubinden“, erklärte Neuhaus. So werde man auch die Anwohner in der Siedlung, in der viele Sinti leben, mitnehmen.

Einen Ortstermin mit Otto Mähler und Kita-Planer Peter Nowack gab es bereits. Die CDU regt an, einen sicheren Kita-Weg durch eine „Kiss & Go-Zone“ zu schaffen, an der Eltern ihre Kinder mit dem Auto an Ecke Brückenstraße absetzen. Thomas Neuhaus zeigte auf, dass ein Gutachten zur Verkehrssituation Klarheit bringen müsse. Roland Gedig (CDU) sprach davon, dass es sich bei der Stauffenbergstraße um eine besondere Straße aufgrund ihrer Enge handele. Auch Nadine Gaede (SPD) sah dort eine „andere Situation als bei den Kita-Neubauten in der Arturstraße und Holscheidsberg“. Das Verkehrsproblem in der Sedanstraße sei immer noch nicht gelöst, wies Waltraud Bodenstedt (WiR) daraufhin, dass neue Kitas selten reibungslos gebaut würden.

Neuhaus machte klar, wie extrem schwierig es sei, geeignete Grundstücke zu finden. Als die Stadt 2015 begann, sich 2015 angesichts der Kita-Platznot im städtischen Bestand umzusehen, „bekamen wir in einem ersten Schritt 75 Grundstücke vorgelegt, die alle nicht geeignet waren“, erklärte Neuhaus der BV. Längst nicht jede Lage tauge für eine Tagesstätte. „Kitas gehören nicht an den Stadtrand an eine zweispurige Ausfallstraße. Sie sollen da sein, wo Menschen wohnen.“

Passend zum Thema: Kitas: Ausbauziel für 2024 angestrebt

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