Kunst

Kinder und Jugendliche schnuppern Schauspielluft

Volles Programm im Rotationstheater: Yana Mametska, Bianca Haarmann und Michael Klever.
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Volles Programm im Rotationstheater: Yana Mametska, Bianca Haarmann und Michael Klever.

„Tag der darstellenden Kunst“ im Lenneper Rotationstheater.

Von Peter Klohs

Für Sonntag hatte das Lenneper Rotationstheater zum „Tag der darstellenden Kunst“ eingeladen. Nachdem vor drei Jahren ein solches Format zum ersten Mal durchgeführt wurde, war es jetzt laut Theaterpädagoge Oliver Scheemann Zeit, dies zu wiederholen: „Wir öffnen unser Haus für schauspiellustige Menschen aller Couleur.“

Er halte nicht viel von dem Begriff „Tag der offenen Tür“, sagt Schneemann: „Wir haben hier jeden Tag unsere Türen offen.“ Planbar sei ein solches Angebot kaum, verrät er: „Wir haben keine Ahnung, was passiert. Ich bin aber bereit, zu improvisieren. Und auch wenn nur vier Leute kommen, bekommen die trotzdem das volle Programm.“

In seiner Begrüßungsansprache betonte er den Faktor „Spaß haben“, der immens wichtig sei. „Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die sich nicht so recht auf eine Bühne trauen“, erklärte Scheemann. „Aber das Schöne ist: Daran kann man arbeiten.“

Der Zeitplan sah verschiedene Punkte vor: Nach der Begrüßung stand ein Schnupper-Einstiegskurs für Kindertheater auf dem Programm. Anschließend war kreativer Kindertanz vorgesehen. Ausschnitte aus dem Musical „Famelac“ wurde von einem Ensemble aus rund 15 Kindern vorgestellt. Alexia von Wismar (Schauspiel), Anne Simon (Tanz) sowie Bianca Rosa Clever (Gesang) leiteten die jungen Künstler zwischen 12 und 17 Jahren an. Am späteren Nachmittag konnten Interessierte die Schule für Musik, Tanz und Theater in der Kölner Straße besuchen. Als letzten Programmpunkt freute sich Oliver Scheemann auf das Schauspieler-Warm-Up, das er selbst leitete.

Zum Beginn des Tages beschäftigte sich Schauspielerin Andrea Freudenthaler mit fünf interessierten Mädchen, die ausprobieren wollten, ob das Schauspielern für sie eine geeignete Kunstart ist. Bewegungen nach Rhythmen standen am Beginn, mal schnell, mal langsam bis zum Stillstand. Etwas schwieriger wurde es, wenn es dabei galt, die anderen Kinder im Blick zu behalten. Die räumliche Balance sollte eingeübt werden.

Durch die stetige Bewegung waren einige der Mädchen außer Atem. „Spürt euren Atem“, forderte Andrea Freudenthaler die Kinder auf. „Das ist für das Theater sehr wichtig. Und auch: Überrascht euch selber. Geht ungewohnte Wege im Raum.“ Die angehenden Schauspielerinnen sollten nicht sprechen. Das fiel manchen arg schwer. „Nur hören“, regte Freudenthaler an. „Dann hört ihr, wenn die anderen stehenbleiben.“

Und so wuchsen die Aufgaben schnell, der Anspruch wurde deutlich höher. Nach einer halben Stunde zeigten die Mädchen schauspielerisch erste Gefühle. „Ihr lacht euch halb tot“, lautete die Anweisung, die sofort und sehr gerne umgesetzt wurde. In einer Stunde kann man Kindern viel beibringen.

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