Schule

Kinder haben ihren neuen Schulhof mitgeplant

Ein Teil der Eisbärengruppe mit ihren Lehrern. Das Gerüst wurde von den Kindern schon erfolgreich erobert.
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Ein Teil der Eisbärengruppe mit ihren Lehrern. Das Gerüst wurde von den Kindern schon erfolgreich erobert.

Der Umbau kostete eine Menge Geld. Jetzt können die Kinder die neuen Spielgeräte erobern.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Beinahe zwei Jahre hat es gedauert bis der neue Schulhof der Heilpädagogisch-therapeutischen Tagesstätte der Bergischen Diakonie in der Intzestraße fertig werden konnte. Die anerkannte Ersatzschule für Kinder mit Förderbedarf freut sich nun über etwa 240 Quadratmeter Fläche inklusive Klettergerüst und grünem Klassenzimmer.

Der Umbau erfolgte in zwei Bauphasen und kostete insgesamt 20 000 Euro, den Löwenanteil von 16 000 Euro hat die IKEA-Stiftung übernommen. Der ehemals sehr unebne und kleine Platz wird nun optimal genutzt. Die Garten- und Landschaftsbauer der Bergischen Diakonie haben unter der Leitung von Katrin Grünleitner in der ersten Phase zunächst „viel Erde verschoben“, wie Renate Zanjani, Pressesprecherin der Diakonie verrät.

In diesem Arbeitsschritt wurde das Pflaster erweitert, auf dem Fußball gespielt und Inliner oder Roller gefahren werden kann. Auch eine richtige Basketballfläche gibt es jetzt. „Da gab es früher manchmal echt Platzprobleme zwischen Fußballern und Basketballern“, sagt Diana Kern, die Leiterin der jüngeren Gruppe der Eichhörnchen.

Mehr Platz bedeutet mehr Möglichkeiten für Erfolge

Das Highlight des neuen Schulhofes ist aber das Klettergerüst, dass die Kinder, die im Alter von sechs bis zwölf Jahren sind, mit erstellen durften. Ihre Modelle und Zeichnungen mit Wünschen wurden mit einem System der Firma Hags umgesetzt, dass sich auch noch erweitern ließe, sollte das gewünscht werden. Direkt neben dem Klettergerüst ist das grüne Klassenzimmer, für das zwei Parkplätze weichen mussten. „Das ist es uns aber wert, die Kinder haben da viel mehr von“, betont Andrea Wilmsen, die Leiterin der älteren Gruppe der Eisbären.

Die 24 Kinder bräuchten einfach den Platz. „Hier geht es um sozial-emotionales Lernen. Manche Kinder brauchen Erfolgserlebnisse wie das Inlinerfahren zu lernen, um überhaupt wieder Spaß an Schule zu bekommen“, so Diana Kern zu dem Konzept der Tagesstätte. Vor allem ginge es um Jugendhilfe, die Schule sei zusätzlich integriert. Nach zwei Jahren sollten die Kinder idealerweise den Weg zurück ins reguläre Schulsystem finden.

Denn hierher kämen die Kinder nur, wenn es an anderen Schulen nicht mehr ginge. „Viele haben beispielsweise ein Problem mit der Impulskontrolle, der Konzentration oder können sich schlecht in eine Gruppe einfügen“, fügt Andrea Wilmsen hinzu. Dementsprechend arbeite die Tagesstätte sehr individuell und auch gemeinsam mit den Eltern daran, den Kindern den Wiedereintritt in die städtischen Schulen (mit und ohne Förderschwerpunkt) zu ermöglichen.

Lesen Sie auch: Es wird zunehmend eng an den Schulen in Remscheid

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