Spendenangebote

Kaufhaus Remscheid erweitert sein Sortiment

Das Kaufhaus Remscheid am Markt 17 wurde umgestaltet, das Sortiment erweitert: Leiterin Petra Kipp Schumacher ist zufrieden. Foto: Michael Schütz
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Das Kaufhaus Remscheid am Markt 17 wurde umgestaltet, das Sortiment erweitert: Leiterin Petra Kipp Schumacher ist zufrieden.

Möbel, „weiße Ware“ und Schlafzimmer gibt es nun auch am Markt 17.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Arbeit Remscheid gGmbH hat umstrukturiert: Das Kaufhaus Remscheid erweitert nicht nur sein Möbelsortiment, auf den beiden Etagen am Markt 17 werden jetzt auch gebrauchte Küchen mit und ohne E-Geräte, „weiße Ware“ wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Herde, Gefrierkombis und Schlafzimmer angeboten. Nach der Schließung des Möbellagers „Allerhand“ an der Königstraße Ende September wurde der Second-Hand-Verkauf neu aufgestellt.

So gibt es das Lager/Logistik-Center der Arbeit Remscheid Am Bruch und nun zudem alles unter einem Dach im Kaufhaus. Die Fundgrube (Teller, Töpfe, Pfannen) dort wurde in das obere Stockwerk verlegt, wo früher die Nähstube war. „Noch sind wir in der Übergangsphase“, erklärt Kaufhaus-Leiterin und stellvertretende Geschäftsführerin Petra Kipp Schumacher: „Aber wir können feststellen: Die Zentrierung war der richtige Schritt.“

Der frische Möbel-Wind soll die ohnehin angenehme Verkaufsatmosphäre am Markt 17 weiter aufwerten. Dabei gilt: Nicht alles mit Ware vollstopfen, sondern „ein angenehmes Shopping-Klima schaffen“, wie es Kipp Schumacher formuliert. Das Sozialkaufhaus, im Oktober 2006 ins Leben gerufen, lebt von Spenden – meist nach Haushaltsauflösungen, Umzügen oder Neuanschaffungen. Außer gebrauchten Matratzen wird alles genommen. Voraussetzung: „Gebrauchsspuren dürfen die Textilien und Möbel aufweisen, aber die Spenden dürfen weder Flecken aufweisen, die nicht mehr rausgehen, heruntergekommen oder kaputt sein. Es muss gepflegt sein.“

„Die Zentrierung war der richtige Schritt.“
Petra Kipp Schumacher

Bei den Angeboten sind viele Hingucker: „Ich denke aktuell an eine wunderschöne Sitz-Wohnlandschaft von Hülsta, hochwertig und wirklich gut erhalten“, nennt Petra Kipp Schumacher ein herausragendes Beispiel und fügt hinzu: „Bei uns gibt es echte Lieblingsstücke.“ Im Kaufhaus kann jeder einkaufen, gedacht ist es aber zuvorderst für Menschen mit einem kleinen Geldbeutel. „Es soll für jedermann erschwinglich sein“, betont die Leiterin. Vieles sei einfach zu Schade, um weggeschmissen zu werden. „In Zeiten der Nachhaltigkeit ist das sicherlich auch ein Argument.“

Wem von der Caritas, Diakonie oder dem Sozialdienst Katholischer Frauen die Bedürftigkeit mit einer Bescheinigung attestiert wurde, der kann sich von der Arbeit Remscheid gGmbH eine Kaufhaus-Card ausstellen lassen, die noch einmal 30 Prozent Rabatt auf den ursprünglichen Kaufpreis garantiert. Insgesamt rund 7000 Karten haben die Betreiber ausgegeben.

In der Hauptsache sind es Spenden von Remscheidern für Remscheider. „Momentan kann man sagen, dass wir täglich zwischen 0 und zehn Spendenangebote reinbekommen“, rechnet Petra Kipp Schumacher vor, die seit 2007 bei der Arbeit Remscheid ist und im März 2018 die Leitung des Kaufhauses übernahm. Da das Lager Am Bruch noch Kapazitäten aufweist, freut sich die Arbeit Remscheid über zusätzliche Angebote. „Bei Möbeln oder einem größeren Spendenumfang holen wir gerne ab“, bietet die Chefin an.

Das Kaufhaus beschäftigt neun feste Mitarbeiter sowie 18 „1,50-Euro-Kräfte“. Die Umsätze haben unter Corona sehr gelitten. Nicht nur, weil das Bistro im Haus nun wieder schließen musste, auch die Zahl der Besucher wurde begrenzt. Nur 20 dürfen gleichzeitig das Kaufhaus betreten. „Und natürlich sind die Menschen momentan auch merklich weniger unterwegs“, sagt Petra Kipp Schumacher.

Das Kaufhaus

Das Kaufhaus am Markt 17 mit seinen rund 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ist montags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wer spenden und einen Termin vereinbaren will, melde sich unter Tel. 0 21 91 / 95 71 854. Nähere Infos zu dem gemeinnützigen Träger und seinem Angebot gibt es unter

www.arbeit-remscheid.de.

Seit Ende Oktober der Real-Markt im Allee-Center geschlossen hat, ist die Lebensmittelversorgung in der Remscheider City schwierig geworden.

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