Kabarett-Duo unterhält mit viel Wortwitz

„Alles wird gut“, sagen die beiden Liedermacher Simon und Jan. Das Duo war am Freitag in der Klosterkirche zu Gast. Foto: Michael Schütz
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„Alles wird gut“, sagen die beiden Liedermacher Simon und Jan. Das Duo war am Freitag in der Klosterkirche zu Gast. Foto: Michael Schütz

Simon und Jan in der Klosterkirche

Von Sabine Naber

Lennep Zweimal präsentierte das Kabarett-Duo Simon und Jan in der Lenneper Klosterkirche am Freitagabend ihr neues Programm „Alles wird gut“. „Ihr glaubt es nicht, wie sehr wir uns auf euch gefreut haben. Wir hatten ja auch einen ganz schönen Vorlauf“, befand Jan bei der Begrüßung mit Blick auf die coronabedingte Absage ihrer Vorstellung im März.

Die beiden Liedermacher überzeugten in ihren Songs mit witzigen, ironischen, politischen Texten, die sie meist mit Wortspielen verbanden. Denn sie wollten ihr Publikum nicht nur unterhalten, sie hatten auch wirklich etwas zu sagen. Beide spielten technisch perfekt Gitarre und ihre Stimmen passten hervorragend zusammen.

Als Erstes luden sie zu einer Mitmach-Nummer ein. „Schön, dass ihr unsere Euphorie teilt“, sagte Jan und grinste. Und beruhigte die zahlreichen Gäste gleich mit dem Versprechen, dass sie nur an den richtigen Stellen ein- und ausatmen müssten. Um langsam die innere Ruhe zu finden. „Träumt ihr euer Leben, oder lebt ihr euren Traum“, hieß es dann.

Eigentlich seien sie aus Oldenburg gekommen, um mit dem Publikum über ihre Gefühle zu sprechen. „Aber dann haben wir uns gedacht, wir setzen euch einfach in Kenntnis. Und wenn anschließend das Bedürfnis zum Reden besteht, dann macht das bitte unter euch aus“, betonte Jan. Bevor er singend von seinem bizarren Traum berichtet: „Ich hatte Sex mit Sarah Wagenknecht. Seitdem schlaf‘ ich schlecht.“ Und gleich danach hieß es beim Vorschlag, Frauen an den Herd, Männer an die Macht: „Haben wir schon gelebt, hat sich nicht bewährt“.

Liedermacher besingen die zentralen Probleme der Zeit

Sie jodelten gegen den Fleischkonsum an und sangen augenzwinkernd im Reggae-Sound vom Urlaub im eigenen Land. „Urlaub in Hessen, lauter Leute aus Essen“, „Sachsen, da kann man dran wachsen“ oder auch „Emsdetten, ja bist du denn noch zu retten“, hieß es da.

Sie besingen die zentralen Probleme unserer Zeit mit der politischen Botschaft, dass die Dritte Welt ihr Gesicht an unsere Scheibe hält: „Zählt man die Leichen an den Grenzen, ein Massengrab. Wer soll uns das denn noch verzeihen.“ „Gerade kein Party-Hit“, gab Jan zu. Aber am Ende – wohl zum Trost – wurde bei „Ach Mensch“ dann doch noch alles gut.

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