Familienzeit

Junior-Uni kommt mit Experimenten nach Hause

Dr. Ariane Staab und Dr. Stefan Hellhake haben die Angebote für kleine Forscher ins Internet transferiert.Foto: Anna Schwartz
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Dr. Ariane Staab und Dr. Stefan Hellhake haben die Angebote für kleine Forscher ins Internet transferiert. Zum Beispiel auch die Experimente mit Lego zur Pneumatik.
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Im Juni möchten die Dozenten in die Hochschule zurückkehren – Derzeit finden 105 Kurse online statt – Wer mitmachen will, muss schnell sein

Remscheid. Wer gern Watte zupft und Wasser zapft, derweil der forschende Nachwuchs Kressesamen aussät, um die Wirkung von Licht und Schatten auf das Pflanzenwachstum nachzuspüren, der genießt in dem Digitalformat der Wuppertaler Junior-Uni so etwas wie Gasthörerstatus und lernt mitunter selbst etwas dazu. Doch nicht nur deshalb hat sich der coronabedingte Sprung ins Internet gelohnt. Für die Junior-Uni selbst und auch für ihre kleinen Forscher.

Die Junior-Uni bietet Abwechslung im Corona-Alltag

Dr. Ariane Staab, Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Universität im Bergischen Land gGmbH, erinnert sich nach wie vor mit einem leichten Unbehagen an den 13. März vergangenen Jahres. „Damals war klar, am Montag würde die Junior-Uni geschlossen sein.“ Klar war zugleich, dass in den folgenden Wochen und Monaten viele Kinder daheim sein würden. „Also haben wir aus der Not eine Tugend gemacht“, sagt Ariane Staab. Schon am Mittwoch unternahmen die Dozenten die ersten Videoexperimente, um ihre Kurse ins Internet zu bringen. Zunächst waren es drei, die ins Netz gingen. Im aktuellen Sommersemester hat die Junior-Uni 105 Onlinekurse im Programm. 1100 kleine Forscher nehmen daran teil.

So geht’s

„Natürlich kann der Onlinekurs die Präsenzveranstaltung nicht ersetzen“, sagt Dr. Stefan Hellhake, der als Fachkoordinator die Digitalisierung der Kurse vorantrieb. Er weiß: „Im Forscherkittel und mit der Schutzbrille auf der Nase in einem echten Labor zu stehen, ist etwas anderes als daheim am Bildschirm zu sitzen.“ Die Dozenten versuchen dennoch, Wissen und Experimente so praktisch wie möglich zu vermitteln. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten die Kinder ein Paket mit Materialien, die sie im Kursus brauchen. Am Bildschirm wird dann nach Anleitung geklebt und gemalt, gepflanzt und begossen. Jeder Kursus dauert ungefähr eine Stunde. Es gibt so ziemlich keinen Fachbereich, der seine Angebote zwischenzeitlich nicht online anbietet. Nur wenige eignen sich tatsächlich nicht. „Wir können den Kindern natürlich keine Chemikalien nach Hause schicken“, sagt Stefan Hellhake. „Das ist einfach zu gefährlich.“ Im „Lab at home“ wollen die Dozenten dennoch für Chemie begeistern. Das geht auch mit Lebensmitteln aus der Küche. Die Teilnahmekosten sind gering, fällig wird oft nur eine Schutzgebühr von 5 bis 10 Euro.

Es gibt zum Beispiel Experimente mit Lego zur Pneumatik.

Wer mitmachen will, der muss schnell sein

Die Angebote der Junior-Uni sind oft und schnell ausgebucht. Im laufenden Semester werden aber immer wieder neue Kurse nachgelegt. „Es lohnt sich deshalb, immer wieder einen Blick auf unsere Homepage zu werfen und sich gegebenenfalls auf einer Warteliste anzumelden“, sagt Ariane Staab. Mitte Juni soll das Sommerferienprogramm erscheinen. Die Dozenten hoffen dann auf eine Rückkehr zu den Präsenzveranstaltungen.

Und wenn ich doch keinen Platz bekomme?

Dann lohnt sich zur Überbrückung ein Blick auf den Youtube-Kanal der Junior-Uni. Dort haben die Dozenten Mitmachexperimenten bereitgestellt.

Hier gibt’s Kontakt

Im Angebot sind Kurse in Naturwissenschaften, Technik, Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Kunst und Kultur. Das komplette Programm gibt es unter

www.junioruni-wuppertal.de.

Angebot für alle

Die Junior-Uni wurde 2008 eröffnet und richtet sich an alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten im Elternhaus.

Die Kursgebühren sind bewusst niedrig gehalten. Für die Online-Seminare hält die Junior-Uni zusätzlich Leihgeräte bereit.

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