Museum

Junge Profis kennen sich in der Welt von Wilhelm Conrad Röntgen aus

Mit Doktorhut und Diplom: Die neuen Mitglieder des Mini-Clubs der jungen Museumsprofis haben ihre Ausbildung abgeschlossen – hier mit Museumsleiter Dr. Uwe Busch (r.) und Volksbank-Chef Andreas Otto. Foto: Doro Siewert
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Mit Doktorhut und Diplom: Die neuen Mitglieder des Mini-Clubs der jungen Museumsprofis haben ihre Ausbildung abgeschlossen – hier mit Museumsleiter Dr. Uwe Busch (r.) und Volksbank-Chef Andreas Otto.

Die Kinder des Mini-Clubs haben sich in einem knappen Jahr zu Museumsprofis weitergebildet.

Von Elisabeth Erbe

Wer kennt das Schokoladengeheimfach von Wilhelm Conrad Röntgen? Die Kinder des Mini-Clubs vom Röntgen-Museum wissen das. Ein Jahr lang haben die Grundschüler der 4. Klasse alles über Röntgen gelernt und wurden mit einem Diplom dafür geehrt. Die kleinen Museumsprofis dürfen ab sofort Museumsführungen für Kinder vornehmen, die jeden ersten Sonntag im Monat (außer in den Sommerferien) stattfinden. Nela, Charlotte, Lea, Maxi, Fynn, Lukas, Vivien sowie Andreas und Manuel dürfen somit ab sofort zum Museumschef Dr. Uwe Busch „Herr Kollege“ sagen.

Ein Jahr lang trafen sich die Kinder jede Woche im Museum, um Fachliches und Privates über Wilhelm Conrad Röntgen zu erfahren. Diese besondere Ausbildung ist bei den Grundschülern sehr begehrt. „Die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Röntgen-Museum ist klasse. Aber wir hatten zu viele Bewerber“, sagte Sylvia Siegemund, Schulleiterin der Freiherr–vom–Stein–Grundschule.

In jedem Raum des Museums gab es wichtige Details, die die Kinder verinnerlicht haben. „Mein Lieblingsraum ist das Arbeitszimmer. Da gibt es viele interessante Fakten“, erklärt die neunjährige Vivien. „Röntgen hatte keine eigenen Kinder. Er adoptierte seine Nichte“, wusste Lea (9). Zuletzt durften die Besucher erraten, wo Röntgen sein geheimes Fach für seine Schweizer Lieblingsschokolade aufbewahrte.

„Museen können sonst für Kinder langweilig sein.“

Otto Pelshenke, der 14-Jährige hat vor vier Jahren sein Diplom als Museumsführer des Mini-Clubs abgelegt

Der Keller ist für Lukas (9) der coolste Raum. „Da liegt eine Leichenpuppe. Ich mag diesen Keller einfach“, sagte der Grundschüler. „Früher standen die Ärzte neben der Untersuchungsliege beim Patienten, als sie geröntgt wurden. Heute wäre das unmöglich“, sagte Nela und zeigte Röntgenbilder von Fuß, Kniegelenk und Schädel.

Schüler Otto Pelshenke erhielt vor vier Jahren sein Diplom als Museumsprofi. „Mir macht es Spaß, den Kindern fröhlich die Geschichte beizubringen. Museen können sonst für Kinder langweilig sein“, sagte der 14-Jährige zum „Job“ als Museumsprofi.

Dr. Uwe Busch freut sich über den Nachwuchs. „Ihr wisst eine ganze Menge, aber noch nicht alles. In der nächsten Zeit werdet ihr noch andere Dinge erfahren“, versprach er.

Andreas Otto, Vorstand der Volksbank, die das Projekt Mini-Club unterstützt, bewunderte das Engagement der Kinder. „Ihr nehmt euch die Zeit nach der Schule, euch hier einzubringen und euch weiterzubilden. Das find ich super“, lobte er. Er sei Vater von drei Kindern und wisse, wie stressig ein Schulalltag sein könne. „Die Mühe wird sich in Zukunft auszahlen“, fügte er hinzu und verteilte Miniclub-T-Shirts an alle neuen Museumsführer. Am Ende der Veranstaltung durften die frisch gebackenen Museumsexperten ihren Doktor-Hut in die Höhe werfen.

Termine der Mini-Club-Führungen: 2. September, 7. Oktober, 4. November und am 2. Dezember. Die Museums-Profis können auch zu Kindergeburtstagen gebucht werden. Infos unter Tel. (02 1 91) 16 33 84 oder per Email:

info@roentgenmuseum.de

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