Jugendliche sollen Senioren helfen

Digitalisierung

-axd- Auch Senioren wollen Wlan haben – gerade jene, die in Pflegeeinrichtungen leben. Das wurde bei der Sitzung des Seniorenbeirates deutlich. Zwar sind Pflegeheime gesetzlich verpflichtet, Internet anzubieten. Jedoch gibt es immer mal wieder Schwierigkeiten mit dem Empfang auf den Zimmern. Zudem stehen viele Senioren vor der Frage, wie Tablets und andere digitale Geräte funktionieren. „Gerade in der Vorweihnachtszeit ist es extrem wichtig, dass die Menschen in Heimen mit ihren Familien Kontakt halten können“, erklärte Beatrice Schlieper (Grüne) in der Beiratssitzung.

„Es ist wichtig, dass die Generationen solidarisch sind.“

Ralf Krüger, Seniorenberater

Dass das Pflegepersonal die Senioren dabei nicht unterstützen kann, sei verständlich, hieß es im Beirat. Der spricht sich deshalb für ein Projekt aus, das Generationen zusammenbringen soll, erklärt Seniorenberater Ralf Krüger. „Ältere Menschen müssen in der digitalen Welt unterstützt werden“, weiß der Seniorenberater.

Dazu gehöre aber nicht nur der Umgang mit Apps wie Whatsapp oder Facebook. Es fange schon dabei an, Senioren analog Zugang zur Verwaltung zu verschaffen. Denn nicht jeder habe Zugang zum Internet oder könne online Termine vereinbaren, sagt Ralf Krüger.

Deswegen will er das Gespräch suchen mit Einrichtungen für Jugendliche, die über die notwendige Medienkompetenz verfügen. „Es ist wichtig, dass die Generationen solidarisch sind“, erklärt Krüger. „Wir haben im Seniorenbüro einen erhöhten Bedarf an einfachen, individuellen Beratungen.“ Da gehe es auch mal nur darum, das Handy mit einer neuen SIM-Karte einzurichten.

So könnte er sich ein workshopähnliches Angebot als Einzel- oder Kleingruppenberatung zwischen Jugendlichen und Senioren vorstellen – beispielsweise im Seniorenbüro. „Im ersten Schritt soll so Menschen geholfen werden, die in ihrer Wohnung sonst vereinsamen“, sagt Ralf Krüger. Auf lange Sicht könnte es diese Angebote dann auch in Pflegeheimen geben.

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