Jugendliche sollen im RöLab eigenständig experimentieren

RöLab-Leiterin Anna Kätker (l.) erklärt den Wuppertaler Schülern, ihrer Lehrerin Gisela Müller und Dr. Dr. Christian Streffer das Schulröntgengerät, mit dem CT-Aufnahmen gemacht werden können. Foto: Doro Siewert
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RöLab-Leiterin Anna Kätker (l.) erklärt den Wuppertaler Schülern, ihrer Lehrerin Gisela Müller und Dr. Dr. Christian Streffer das Schulröntgengerät, mit dem CT-Aufnahmen gemacht werden können.

Röntgenmuseum schließt weitere Bildungspartnerschaft

Von Sabine Naber

Lennep Die Bildungspartnerschaft des Röntgen-Museums mit der St.-Anna-Schule in Wuppertal ist offiziell besiegelt worden. Eine Zusammenarbeit mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern im sogenannten RöLab ein spezielles, außerschulisches Bildungsangebot zu machen, das in erster Linie Spaß und Empathie für Natur- und Ingenieurwissenschaften, Medizin und Medizintechnik wecken soll.

„Die neuen Dinge, die wir hier entwickeln, die sollen ja auch zur Anwendung kommen. Deshalb brauchen wir die Lehrer, die hier Impulse kriegen und sie in die Schulen bringen“, fasste es Museumsleiter Dr. Uwe Busch zusammen. Den Auftakt machten interessierte Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Physik mit ersten Experimenten mit einem Gamma-Spektrometer, der radioaktive Strahlen messen kann.

„Substanzen in einem Stoff werden damit erkennbar. Ein Gerät, das auch in der Medizin, beispielsweise bei der Szintigrafie benutzt wird“, erklärt Busch. Die Idee sei, Fakten zu vermitteln und so die Angst vor Strahlungen abzubauen. „Die Schulen kommen zu uns, wir machen klar, was in der Praxis geschieht und zeigen den sinnvollen Einsatz.“

Das RöLab wird eine zentrale Rolle spielen, weil hier zu den Themen Radioaktivität und Röntgenstrahlen experimentiert werden kann. Diese Experimente werden von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin unterstützt. „Von dort haben wir Geld bekommen, um so ein Gerät kaufen zu können.“ Geleitet wird das Labor von Anna Kätker. Sie betreut die Jugendlichen, sie nennt als Hauptziel das eigenständige Experimentieren. „Ich helfe nur, wenn es nötig ist.“

Studiendirektorin Gisela Müller, sie ist MINT-Koordinatorin an der St.-Anna-Schule, ist froh, mit dem Röntgen-Museum jetzt eine enge Partnerschaft zu haben: „Netzwerke sind superwichtig. Wir müssen jetzt sehen, wie wir es fachlich unterbringen können. Ich denke, dass dieser außerschulische Lernort von den Schülerinnen und Schülern im Abiturjahrgang zukünftig nicht nur stundenweise, sondern einen ganzen Tag lang besucht wird.“

Professor Dr. Dr. Christian Streffer betonte, dass Röntgen selbst ein großer Experimentator war: „Er hat im Labor gearbeitet, das ist auch hier das Ziel. An modernen Geräten arbeiten und Spaß daran finden.“ Der Strahlenbiologe hatte 1985 die Röntgenplakette in Remscheid erhalten und hat laut Busch „das Ganze hier eigentlich erst ermöglicht“.

Das Röntgen-Gymnasium in Lennep und eine weitere Schule in Radevormwald sind bereits eine Bildungspartnerschaft mit dem Röntgen-Museum eingegangen. „Wir sind froh, dass es jetzt wieder losgeht und die Schulen wieder zu uns kommen dürfen. Wir wollen RöLab durchstarten lassen“, verspricht der Museumsdirektor.

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