Hasten

Jugendfeuerwehr erhält großzügige Spende

Die Jugendfeuerwehr Hasten freut sich über die Spende von Richard O. Bremicker.
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Die Jugendfeuerwehr Hasten freut sich über die Spende von Richard O. Bremicker.
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Richard O. Bremicker unterstützt die Nachwuchsarbeit in Hasten mit 7000 Euro.

Von Andreas Weber

Remscheid. Es war ein deutliches Zeichen, das Richard O. Bremicker am Abend bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Hasten setzte. Einen Scheck über 7000 Euro überreichte der ehemalige Edscha-Unternehmer und Spender an Patrik Mehnert, den Leiter der Jugendfeuerwehr.

Bremicker unterstützt im Jahr seines 70. Geburtstages lokale Projekte, Vereine und Institutionen. Die Freiwilligen in seiner Heimat zählen dazu. „Dass hier im Stadtteil eine junge, dynamische Mannschaft heranwächst, die sich für das Gemeinwohl bei Bränden, Unfällen, aber auch bei Sturm und Regen einsetzt, verdient hohen Respekt“, meint Bremicker. „Es ist gut zu wissen, dass es viele Jugendliche gibt, die im positiven Sinne unsere Gesellschaft mitprägen.“

Über 70 Prozent der Jugendlichen bleiben als Erwachsene dabei

Wie die Hastener die finanzielle Zuwendung nutzen werden, steht noch nicht fest. Was die tägliche Arbeit und Einsatzfähigkeit betrifft, sind die Freiwilligen von der Stadt gut ausgestattet. „Diese Summe ist für uns ein Bonus, den wir im Kinder- und Jugendbereich vielleicht für Aktivitäten verwenden werden, die über den Alltag hinausgehen wie Ausflüge“, meint Löscheinheitsführer Björn Ziebehl. Familiär stark geprägt durch seinen Vater Karlheinz, stieg der heutige Brandinspektor mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr ein, wechselte 1994 in die Einsatzabteilung und ist seit 2008 Leiter der FF. 41 Aktive zählt die Einheit, darunter drei Frauen. Nachwuchs wächst an der Oberhützer Straße 21 regelmäßig nach. „70 bis 80 Prozent bleiben als Erwachsene dabei“, stellt Björn Ziebehl fest. Die Jugendabteilung (10 bis 18 Uhr) hat 25 junge Kameraden. Mit der Novellierung des Gesetzes über Brandschutz, Hilfeleistung und Katastrophenschutz Ende 2015 wurde Unter-10-Jährigen die Tür zur Feuerwache geöffnet.

Wie bei der Jugendfeuerwehr, 1979 ins Leben gerufen, waren die Hastener auch bei der Kinderfeuerwehr Vorreiter in Remscheid. Die „Löschlöwen“ hatten direkt riesigen Zulauf. Eine Gruppe mit 20 Kleinen zwischen 6 und 10 Jahren war schnell belegt. „Weil es das in Remscheid noch nicht gab, kommen die Teilnehmer nicht nur vom Hasten. Sogar aus Solingen und Wuppertal hatten wir Anfragen“, meint Björn Ziebehl. Für die Aufnahme gibt es eine Warteliste.

Alle 14 Tage dienstags nachmittags treffen sich die Einsteiger zur spielerischen Brandschutzerziehung am Gerätehaus. Geleitet wurde die Ausbildung, die mit viel Spielspaß behutsam an spätere Feuerwehreinsätze heranführt, von Deborah Pschibilinski. Nach ihrem Umzug ins Ruhrgebiet im Sommer führt Sarah Ziebehl-Beck mit Dennis Kaminski durch die Übungsstunden.

Lange mussten diese aufgrund der Pandemie ausfallen. Erst zwei Einheiten haben bei den „Löschlöwen“ wieder stattgefunden. Auch wenn den Jüngsten vielfach nicht leichtfällt: Toben ist dabei nicht möglich, eine gewisse Disziplin muss gewahrt bleiben. Dabei kann die Freiwillige Feuerwehr Hasten für sich reklamieren, dass die vielen Corona-Regeln, gegriffen haben. Bislang hat es keinen einzigen positiven Bescheid bei der Truppe gegeben.

Die Freiwilligen

Hasten, 1884 gegründet, ist eine von sieben freiwilligen Einheiten neben der Berufsfeuerwehr. Dazu zählen Lennep, Lüttringhausen, Nord, Morsbach, Bergisch Born, Lüdorf. Insgesamt gibt es 220 Männer/Frauen bei den Freiwilligen.

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