Politik

Jürgen Hardt (CDU) bleibt optimistisch

CDU-Bundestagskandidat Jürgen Hardt stellte sich auf Einladung der ökumenische Initiative den Fragen von Stefanie Bona. Foto: Doro Siewert
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CDU-Bundestagskandidat Jürgen Hardt stellte sich auf Einladung der ökumenische Initiative den Fragen von Stefanie Bona.

Ökumenische Initiative lud zum Gespräch.

Von Peter Klohs

Remscheid. Als zweiter Gast bei den Gesprächen mit den Bundestagskandidaten der demokratischen Parteien, zu denen an Samstagvormittag die ökumenische Initiative Lüttringhausen in das katholische Jugendfreizeitheim an der Richard-Pick-Straße eingeladen hatte, stellte sich der CDU-Abgeordnete Jürgen Hardt den Fragen von Moderatorin Stefanie Bona und der Besucher.

Hardt, 1963 in Hofheim am Taunus geboren, ist seit 2009 Mitglied des Bundestages und außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion seiner Partei. Der CDU-Politiker war in früheren Zeiten in der Verwaltung des Wuppertaler Unternehmens Vorwerk tätig. „Aber die Wähler haben meinen Traum, eines Tages MdB zu werden, realisiert. Andernfalls wäre ich bei Vorwerk geblieben.“

Die Themen, mit denen Hardt im gut einstündigen Gespräch konfrontiert wurde, waren vielfältig und gingen von „Wo kaufen Sie Ihren Kaffee?“ bis zu seiner Einschätzung der Lage in Afghanistan. „Ich kaufe meinen fair gehandelten Kaffee in einer kleinen Rösterei in Wuppertal, wo ich auch lebe.“ Er finde es gut, so der Politiker weiter, wenn Lebensmittel regional produziert und verkauft werden. Aber er habe halt auch Gewohnheiten und achte beim Einkauf nicht immer auf Nachhaltigkeit und fair gehandelte Waren. Zum Thema Lieferkettengesetz ist seine Meinung deutlich: „Dieses Gesetz sollte schlicht und einfach in der ganzen EU gelten.“

Über die Sorgfaltspflicht mittelständischer Unternehmer ging die Themenpalette über die Frage, ob fair gehandelte Waren oder Bio-Produkte teurer sein müssten als Waren, die es nicht sind, und schlossen in dem Moment, da die Fragen aus dem Publikum kamen, auch die internationale Politik mit ein.

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„Der Afghanistan-Einsatz ist, gemessen an dem, was wir wollten, gescheitert. Wir haben den internationalen Terrorismus geschwächt, es aber versäumt, dies auf Dauer zu erreichen. Es war klar: Wenn die USA das Land verlassen, gehen die deutschen Soldaten auch.“ Dem ehemaligen US-Präsident Trump gab er eine Mitschuld an der politischen Entwicklung in Afghanistan. Hardt hält es ebenso für möglich, dass die afghanische Regierung einen Deal mit den Taliban ausgehandelt hat, so nach dem Motto: Wir, die Regierung, kommen mit unserem Geld ins Ausland, dafür wehren sich unsere Soldaten nicht, wenn ihr Kabul und damit das ganze Land überrennt. „Die Regierung hat die Devise ausgegeben: Kämpft nicht!“ ist Hardt sicher.

Auf die abschließende Frage, ob er im Bundestagswahlkampf noch eine Trendwende für seine Partei erwarte, antwortete Hardt ausführlich. Sein Fazit: „Wir schaffen das.“

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