Diamantener Meisterbrief

Jubilar muss als Notfall ins Krankenhaus

Den diamantenen Meisterbrief konnte Hans-Walter Rockenberg gestern nicht persönlich entgegennehmen. Deshalb überreichten Innungsobermeister Andreas Müller (links) und Fred Schulz, Geschäftsführer der Kreishandwerkschaft, die Urkunde Ursula Rockenberg. Der Jubilar musste am Dienstagmorgen als Notfall ins Krankenhaus.
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Den diamantenen Meisterbrief konnte Hans-Walter Rockenberg gestern nicht persönlich entgegennehmen. Deshalb überreichten Innungsobermeister Andreas Müller (links) und Fred Schulz, Geschäftsführer der Kreishandwerkschaft, die Urkunde Ursula Rockenberg. Der Jubilar musste am Dienstagmorgen als Notfall ins Krankenhaus.

Hans-Walter Rockenberg mit diamantenem Meisterbrief ausgezeichnet.

Von Peter Klohs

Remscheid. Eigentlich sollte der gestrige Dienstag für Hans-Walter Rockenberg ein freudiger Tag sein, stand doch die Verleihung des diamantenen Meisterbriefs durch den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Remscheid, Fred Schulz, und dem Obermeister Andreas Müller an. Es kommt selten vor, so Müller, dass ein Meister ausgezeichnet wird, der 60 Jahre lang seiner Innung treu geblieben ist.

Doch Hans-Walter Rockenberg konnte nicht feiern. Am Morgen war er mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Statt seiner nahm seine Frau Ursula die Grüße, Wünsche und den diamantenen Meisterbrief entgegen. Dieser ist von der Handwerkskammer in Oldenburg ausgestellt worden, deren Präsident Eckhard Stein sowie der Hauptgeschäftsführer Heiko Henke die Urkunde unterschrieben.

Hans-Walter Rockenberg wurde im Jahr 1933 in Remscheid geboren und trat im Alter von 14 Jahren in den elterlichen Betrieb ein. Die Ernst Rockenberg GmbH an der Hastener Straße wurde 1895 gegründet und ist ein vielseitiger Dienstleister für Heizung, Sanitär, Solar und Elektro. Zunächst als Elektriker beschäftigt erwarb Hans-Walter Rockenberg den Meisterbrief 1962. Meister der Sanitätsinnung wurde er später. Dass Arbeit sein Leben war, beweist sich alleine durch die Tatsache, dass der Jubilar erst im Alter von fast 76 Jahren in Rente ging.

Seine Frau Ursula erinnert sich, dass ihr Mann selten Zeit für Privates zuließ. „Er war für das Geschäft da“, erzählt sie. „Tag und Nacht. Ich sage meinen Söhnen immer wieder: Hört früh genug auf und macht euch noch etwas aus dem Leben.“ Der älteste Sohn der Rockenbergs hält den elterlichen Betrieb am Laufen. Der jüngste Sohn ist in der Automobilbranche tätig.

Angesichts der Dramatik des Tages fiel der Besuch von Fred Schulz und Andreas Müller nur kurz aus. Mit den besten Wünschen zur baldigen Genesung des Meisterbrief-Jubilars verabschiedeten sich die beiden.

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