Sportbund

Zum Jubiläum gibt´s Geschenke

Dank für 15 Jahre Geschäftsführung im Sportbund: Reinhard Ulbrich mit Daniela Hanneman, die sich seit März für PotAS auf wissenschaftlicher Ebene mit Leistungssport-Reformen in Deutschland beschäftigt. Foto: Michael Schütz
+
Dank für 15 Jahre Geschäftsführung im Sportbund: Reinhard Ulbrich mit Daniela Hanneman, die sich seit März für PotAS auf wissenschaftlicher Ebene mit Leistungssport-Reformen in Deutschland beschäftigt.

Dachorganisation entlastet Vereine durch einmalige Senkung der Mitgliedsbeiträge.

Von Andreas Weber

Remscheid. Am 29. September 1945 lud das Stadtamt für Leibesübungen die Vorsitzenden der Remscheider Turn- und Sportvereine zur Gründungsversammlung ins Gasthaus Hrabar ein, Ecke König-/Emil-Rittershaus-Straße. 27 Vereine bildeten den Sportbund, einen der ersten in NRW. Zum Vorsitzenden wählte dieser den ehemaligen Arbeitersportler und Vorsitzenden der Remscheider Schwimmvereinigung, Artur Schuster. 75 Jahre und mehrere Vorsitzende später, hatte Reinhard Ulbrich gestern im Eventlokal „Löf“ die Freude, auf das Sportbund-Jubiläum hinzuweisen.

Beinahe wäre es in diesen turbulenten Zeiten unerwähnt untergegangen, räumte er ein. Eine Feier war durch Corona nicht weiterverfolgt worden, Geschenke wurden dennoch in der anderthalbstündigen Veranstaltung verteilt. Das für die 74 angeschlossenen Vereine wichtigste fand sich unter Tagesordnungspunkt 9 im Haushaltsplan 2020: Der Sportbund gab sich angesichts seiner soliden Rücklagen von 179 000 Euro generös.

„Wir haben einen kämpferischen, gesunden Sportbund.“ 

Erwin Rittich (LTG-Vorsitzender) 

Zwei Vorschläge wurden den 30 Anwesenden zu den Mitgliedsbeiträgen unterbreitet: Einmalig statt 1,70 Euro pro Vereinsmitglied nur entweder 90 oder 80 Cent zu nehmen. Weil sich bei der Stimmabgabe ein Patt von 28:28 ergab, warf Reinhard Ulbrich flugs einen Kompromiss ein: „Dann lasst uns auf 85 Cent einigen.“ Einstimmig wurde dies angenommen. So können die durch Corona gebeutelten Vereine, je nach Mitgliederstärke, 2020 mit ein paar hundert Euro Ersparnis in der Kasse rechnen.

Für die Anwesenden hatte Weinkenner Ulbrich weitere Präsente auf dem Thekentisch des „Löf“ aufgereiht: Alle Anwesenden erhielten einen edlen Tropfen aus dem Weingut Alfons Ziegler in St. Martin. „Einer der Top-Winzer in Deutschland“, bemerkte der langjährige Sportbund-Chef. 20 Jahre ist Ulbrich im Amt. Für zwei weitere Jahre wurde er wiedergewählt. Wahlleiter Erwin Rittich (LTG) dankte Ulbrich für sein Engagement, verbunden mit dem Lob: „Wir haben einen kämpferischen, gesunden Sportbund.“ Bei den Stellvertretern ergab sich eine Veränderung: Das Trio um Jochen Hartenstein und Justiziar Dr. Ralf Flügge wird komplettiert durch den langjährigen Vorsitzenden des Ehringhauser TV. Jürgen Wilhelm löst nun Stefan Schürmann ab.

Reinhard Ulbrichs Jahresbilanz fiel durchweg positiv aus. Er hob die Einführung des Sportgutscheins über 180 Euro hervor, die jedes Kita-Kind ab vier Jahren zur Bewegung animieren und an einen Verein binden soll. „Das gibt es für Vierjährige in NRW nur in ganz wenigen Städten. Der Dank dafür gilt der Stadt, dass sie sich in diesen nicht gerade rosigen Zeiten dazu durchgerungen hat.“ Ulbrich verwies bei den Positiva auf den Sportplatz Reinshagen, der komplett modernisiert wird, auf das neue Stadion Hackenberg, das kommen wird, wenn die letzten gerichtlichen Hürden ausgeräumt sind. Er nannte auch in einem Atemzug den Durchbruch beim Sportplatz Neuenkamp.

An den anwesenden Sportdezernenten Thomas Neuhaus und Sportamtsleiter Martin Sternkopf appellierte Ulbrich dringend, in der neuen Legislaturperiode die Strukturen des Sportausschusses zu erhalten, in dem die Sportler mit zwei sachkundigen Bürgern und fünf sachkundigen Einwohnern vertreten sind. „Auch mit dieser Konstellation sind wir in NRW weit vorne“, betonte Ulbrich. Eine Anregung gab er der Verwaltung auf den Weg: Nach 20 Jahren den jährlichen Personalkostenzuschuss für den Sportbund anzuheben und von 130 000 auf 150 000 Euro zu erhöhen.

Verabschiedung

15 Jahre leitete Daniela Hannemann die Geschäftsstelle des hiesigen Sportbundes. Seit März 2020 arbeitet sie für die PotAS-Kommission (Bonn), die Potenziale für die Olympischen Spitzensportverbände auslotet.

Um seine sportpolitischen Wünsche für die nächste Legislaturperiode noch rechtzeitig vor der Kommunalwahl zu äußern, hatte der Sportbund Remscheid zum „Sportpolitischen Stammtisch“ in die RTV-Räume an der Theodor-Körner-Straße eingeladen. Und gleich die OB-Kandidaten dazu gebeten.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Feuerwehr rüstet nach Hochwasser auf - Neues Fahrzeug vom Land
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Die Vergessenen aus dem Morsbachtal
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Ärzte impfen nur wenige Kinder
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Ärzte impfen nur wenige Kinder
Corona: Ab Freitag gilt Inzidenzstufe 1 - Ärzte impfen nur wenige Kinder
Der Schwanenteich hat die Flut-Probe bestanden
Der Schwanenteich hat die Flut-Probe bestanden
Der Schwanenteich hat die Flut-Probe bestanden

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare