2. Philharmonisches Konzert

 Jubel und Applaus für Solo-Hornisten

Gespielt wurde das Hornkonzert des russischen Komponisten Reinhold Glière.

Von Daniel Diekhans

Mit dem Hornisten Pascal Deuber und dem Dirigenten Alexander Merzyn trafen die Bergischen Symphoniker im 2. Philharmonischen Konzert auf zwei aufstrebende Künstler. Für ihr Gastspiel am Mittwoch im Teo Otto Theater hatten die beiden das Hornkonzert des russischen Komponisten Reinhold Glière ausgewählt – ein Werk voller zündender Melodien.

Auch wenn der Name nach französischer Abstammung klingt, war Glière Sohn eines deutschen Instrumentenbauers. 1875 geboren, hatte er zeitlebens eine Vorliebe für folkloristische Klänge. Im Finale des Hornkonzerts ist dieser Einfluss deutlich zu hören. Bis dahin hatte sich Solist Deuber allerdings mehr als einer Herausforderung zu stellen. Mit seinem ausgefeilten Spiel und großem Atem konnte er aber schon im ausgedehnten Kopfsatz überzeugen.

Ausdrucksstark waren auch die Kantilenen, mit denen er den Mittelteil gestaltete. Dazu ließ Merzyn Harfe und Streicher schwelgen. Tänzerisch fiel der Schluss aus, der vom Dialog zwischen Horn und Posaunen befeuert wurde. Der Applaus der 350 Gäste im Saal wollte kein Ende nehmen.

Erneuten Jubel löste Deuber mit seiner Zugabe aus. Beim „Happy Blues“ von Zsolt Nagy wechselte er so geschickt zwischen hohen und tiefen Tönen, als spiele er gleichzeitig auf zwei Instrumenten.

Nach der Pause widmeten sich Alexander Merzyn und die Bergischen Symphoniker einem Geniestreich des jungen Schumann. Seine „Frühlingssymphonie“ soll 1841 innerhalb von nur vier Januartagen entstanden und „ein jauchzendes Ja zum Leben“ sein.

Von dieser Vitalität erfüllt waren die Trompeten und Hörner, die Schumanns 1. Symphonie einleiteten. Ebenso viel Wert legte Merzyn aber auch auf die dramatischen Umschwünge des ersten Satzes. Entspannung brachte das „Larghetto“, dessen Melodie sich fein entspann – und den Musikern sichtlich Freude machte.

Orchester baut in kurzer Zeit ein Höchstmaß an Spannung auf

Zweiter und dritter Satz gingen fließend ineinander über, und zur wahren Frühlingsfeier entwickelte sich der Schluss, bei dem Bläser und Streicher wechselseitig ihren „Gesang“ anstimmten. Romantische Klangschönheit bot auch die Ouvertüre aus Michail Glinkas Oper „Ruslan und Ljudmilla“. Hier führte das Orchester vor, wie in wenigen Minuten ein Höchstmaß an Spannung aufgebaut werden kann.

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