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 Johannes Haun gibt Vorsitz an Pastorin ab

BarbaraSchröder-Möring ist die neue Vorsitzende der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen und folgt damit auf Johannes Haun.
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BarbaraSchröder-Möring ist die neue Vorsitzende der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen und folgt damit auf Johannes Haun.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Ökumenische Initiative Lüttringhausen.

Remscheid. Er hat die Ökumenische Initiative Lüttringhausen mit aus der Taufe gehoben, war dabei, als der F(l)air-Weltladen 1999 eröffnet wurde und stand jahrelang Pate für die Buchabteilung: Pfarrer i. R. Johannes Haun (74) hat nach 25-jähriger Vorstandsarbeit die Geschicke des gemeinnützigen Vereins in neue Hände gegeben: Pfarrerin Barbara Schröder-Möring (57) wurde zur neuen Vorsitzenden und Henna Nurminen-Schnippering als neue Beisitzerin gewählt. Letzte beehrt damit Wolfgang Rau. Es fehlt noch ein Beisitzer – wer mag, kann noch mitmachen. Johannes Haun war seit 2018 Vorsitzender der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen, die 65 Mitglieder hat und sich seit jeher für Frieden und Völkerverständigung einsetzt.

Mit Barbara Schröder-Möring rückt erstmals eine Frau an die Spitze. Die Pastorin bei der Evangelischen Stiftung Tannenhof hat bereits fünf Jahre im Weltladen mitgearbeitet. Dort hat sie auch immer wieder Menschen aus dem Tannenhof getroffen. Denn der Laden an der Gertenbachstraße verkauft nicht nur fair gehandelte Produkte von Kaffee über Schokolade bis Schmuck und Bücher, sondern ist vor allem ein Treffpunkt. Das Café wird allerdings nicht vor Frühjahr wieder öffnen. „Ich finde es wichtig, dass wir Menschen fair bezahlen und dafür sorgen, dass sie nicht in Armut geraten“, sagt die gebürtige Kölnerin. Gerechtigkeit in die Welt bringen, darum es geht es heute genauso wie damals. „Wir müssen darauf schauen: Was kaufen wir wo?“ Denn es sei ein „Unding“, dass heute noch Sklavenarbeit gang und gäbe sei. Jetzt wolle sie an die Erfolge ihres Vorgängers anknüpfen und das Schiff auf Kurs halten – wohl wissend, dass in der aktuellen Krise nicht mehr jeder unbedingt schnell das Portemonnaie öffnet. „Es gibt bei uns im Laden aber auch Produkte, die mit den Supermarktpreisen mithalten können.“ Vor allem gebe es im einzig verbliebenen Remscheider Weltladen, in dem 35 Ehrenamtler tätig sind, einiges, was der Discounter nicht anbieten könne: zum Beispiel Tücher, Geschenkideen und eine erlesene Auswahl an Büchern. „Tagesaktuelle, politische Bücher gibt es bei uns.“

Dafür sorgt Johannes Haun auch weiterhin. Eigentlich wollte er sich bereits früher zurückziehen und für seine drei kleinen Enkel da sein – dann wurde der Laden renoviert, dann kam Corona. Nun ist der Wechsel vollzogen. Für ihn war es eine „goldrichtige Entscheidung“, 1999 den F(l)air-Weltladen zu eröffnen.

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