Evangelische Gemeinde Lennep

„Es geht einfach nicht mehr“: Joachim Pöplau geht nach 31 Jahren in Pension

Superintendentin Pfarrerin Antje Menn verabschiedete Pfarrer Joachim Pöplau in den Ruhestand.
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Superintendentin Pfarrerin Antje Menn verabschiedete Pfarrer Joachim Pöplau in den Ruhestand.

Aus gesundheitlichen Gründen zieht sich der langjährige Pfarrer aus dem Dienst zurück. Die Gemeinde ehrt den „Prediger ohne Fremdworte“ mit stehenden Ovationen. Zum Abschied mahnte er, das Gute im Blick zu behalten.

Remscheid. Ein Abschied, der eigentlich überhaupt keiner ist - so lässt sich der Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Joachim Pöplau am Sonntag in der Ev. Stadtkirche Lennep vielleicht am besten zusammenfassen. Vielmehr steht der späte Sonntagvormittag unter dem Motto, nicht nur diesen Gottesdienst, sondern vor allem das Leben zu feiern.

Joachim Pöplau, der am 1. April auf 31 Jahre im Dienst der Kirchengemeinde Lennep zurückblicken konnte, wurde vor 50 Jahren konfirmiert und in seinem Glauben bestärkt – Dinge, von denen er auch heute noch zehren kann: „Eigentlich bin ich mit meinem persönlichen Marathon noch nicht fertig“, gab er seiner Gemeinde zu bedenken.

„Aber es geht einfach gesundheitlich nicht mehr.“ Und dennoch – oder gerade deswegen – machte er noch mal deutlich, was viele in den unruhigen Tagen unseres Alltags vergessen: Wie wichtig es ist, „dass Gute nicht zu vergessen und im Blick zu behalten“.

Minutenlange stehende Ovationen nach einer Predigt erlebt auch eine evangelische Kirche nicht oft. Die spontane Reaktion der Besucher drückte aus, was alle Anwesenden empfanden: Einen Tag großer Dankbarkeit, wie Superintendentin Pfarrerin Antje Menn es formulierte.

Pöplau war für „Gottesdienste ohne Fremdworte“ bekannt

Die Arbeit mit Kindergartenkindern, der Einsatz für Kinder, Jugend und Bildung sowie Augusta Hardt Horizonte waren neben der seelsorgerischen Arbeit Grundpfeiler seines Wirkens.

Auch ohne Dienst bleibt er der Gemeinde erhalten

Dankbarkeit auf allen Seiten – deutlich spürbar bei Pfarrer Joachim Pöplau und der Gemeinde. Pöplau, bekannt für seine „Gottesdienste ohne Fremdwörter“ (Antje Menn) wurde von seiner Gemeinde mit großer Wertschätzung, Zuneigung und guten Wünschen für die Gesundheit in den Ruhestand entlassen; wohlwissend, dass die Verbundenheit auch über die Dienstpflicht hinaus bestehen bleiben wird.

Pfarrer Pöplau, dessen Frau und Stütze im Leben coronabedingt nicht dabei sein konnte, bleibe der Kirchengemeinde hoffentlich lange mit Rat und Tat sowie als Pfarrer bei der Gestaltung von Gottesdiensten erhalten – zukünftig eben ohne Dienstpflicht und aus Freude und Dankbarkeit.

Seit 1. August ist David Kannemann als neuer Pfarrer in Lennep im Dienst.

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