Konzert wurde auch ins Internet übertragen

Jim Rockford Band lässt im Löf den Löwen raus

Das Publikum war begeistern vom Auftakt der Löwenfestival-Hauskonzerte mit der Jim Rockford Band um Oliver Hanf (r.). Foto: Doro Siewert
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Das Publikum war begeistern vom Auftakt der Löwenfestival-Hauskonzerte mit der Jim Rockford Band um Oliver Hanf (r.).

Auftakt in kleiner Runde vor 30 Zuschauern.

Von Peter Klohs

Der Inhaber des Eventlokals Löf, Maximilian Süss, eröffnete das erste Konzert des diesjährigen Löwenfestivals vor kleiner, aber feiner Runde am Donnerstagabend um kurz nach 19 Uhr. Dreißig Besucher waren im Löf live vor Ort. Die Techniker von Alpha-Alias rund um Sven Schulte sorgten dafür, dass das Konzert der Jim Rockford Band auch per Stream empfangen werden konnte.

Der musikalische Kopf der Jim Rockford Band ist Gitarrist und Sänger Oliver Hanf, der den Abend mit Marc Cohns „Walking in Memphis“ eröffnete, wobei seine markante Stimme zumal in etwas höheren Regionen an Sting erinnerte. Als sensibler und zugleich virtuoser Keyboarder war Sebastian Eichmeier dabei. Und Hanf konnte bei diesem „ersten Löwenfestival-Hauskonzert“ (Süss) auf zwei erstklassige Sängerinnen zurückgreifen, die sich den Gesangspart aufteilten: Natalie Bonds, die Soul und Funk gleichsam zu leben scheint, sowie Jenny Rizzo, der die Midtempo-Stücke sehr liegen. Oliver Hanf moderierte, sang und spielte seine Gitarre mit viel Herzblut, hatte sicht- und hörbar viel Spaß, wieder vor Publikum spielen zu können, und gewann in seinem mehr als zweistündigen Set die Herzen (und Ohren) zumindest der anwesenden Gäste im Sturm.

Viele musikalische Eindrücke des Abends wären erwähnenswert: Wie Hanf es dank seines Gitarrenspiels schafft, selbst einer eher melancholischen Halbballade wie „You might need somebody“ noch einen Hauch von Funk mitzugeben, dass ein Reggae wie „I feel lonely“ ungeheuer grooven kann, dass Oli Hanf durchaus auch als Rapper durchgeht und das die Soli von Hanf (leider zu wenige) noch immer viel erzählen und er niemals Egotrips auf der Gitarre produziert. Eichmeier begleitet den Gitarristen und die Sängerinnen effektvoll, so dass die Bezeichnung „Begleiter“ nicht angemessen erscheint, er ist weitaus mehr als das. Die Band konzentriert sich auf soulig oder funkig angehauchte Songs vorzugsweise der 80er und der 90er Jahre. Ja, „September“ von Earth, Wind & Fire ist gegen Ende der 70er Jahre erschienen, aber das bleibt an diesem Abend die Ausnahme. Besagtes Stück singt Oliver Hanf und beweist, dass seine Stimme auch in höchsten Lagen noch eine Menge Power besitzt.

Musiker verführt das Publikum zum Mitsingen

Wie nebenbei verführt Hanf das Publikum zum stadionreifen Mitsingen, und selbst die Aufforderung „Everybody scream!“ wird sofort umgesetzt. Publikum und Band verbreiten gute Laune, und so soll es ja auch sein beim Löwenfestival. Nach mehr als zwei Stunden ist um 21.15 Uhr dann für diesen Abend Schluss.

Am kommenden Donnerstag um 19 Uhr wird das Duo King’s Tonic mit seiner Mischung aus Punk und Rock und Songwriter-Musik das Löf rocken.

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