Die Woche von Axel Richter

Jetzt die Weichen stellen für die Zeit „nach Corona“

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  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Wenn Corona vorbei ist, . . . Viele Sätze beginnen so und machen deutlich, wie sehr die Menschen eine Zeit „nach Corona“ herbeisehnen.

Und wie sehr sie der Regeln überdrüssig sind, die Bund und Länder in dieser Woche verlängert und noch verschärft haben.

In Lethargie muss dennoch keiner versinken und schon gar nicht dem Milieu aus selbst ernannten Gesundheitsexperten und Verschwörungsideologen anheimfallen. Denn sie wird kommen, die Zeit „nach Corona“. Dem schleppenden Impfbeginn zum Trotz.

Die Wirtschaft, so sagen es alle Prognosen, wird dann zur Aufholjagd ansetzen. Die Wirkung von Impfstoffen, Medikamenten und die dann wieder erfüllbare Sehnsucht der Menschen nach Begegnung, Kultur, Shopping, Reisen wird ihre Wirkung tun und die Nachfrage sprunghaft steigen lassen wie derzeit die Nachfrage nach FFP2-Masken.

Bis dahin wird es manchen Betrieb dahingerafft haben - trotz historisch beispielloser Hilfspakete des Staates. Etliche Gastronomen verhungern und verdursten angesichts schleppend fließender Novemberhilfen. Dass sie für Mitte Januar mit ersten Abschlagszahlungen rechnen, sagt diesbezüglich alles. Auch für manchen Einzelhändler, der schon ohne das Virus kränkelte, dürfte die Pandemie am Ende nicht überstehen.

Es gibt aber auch Unternehmen, die im wahrsten Sinne des Wortes überwintern können und den Blick auf die Zeit „nach Corona“ ausrichten. Damit rücken die wichtigsten Zukunftsthema wieder in den Blickpunkt: Bildung und Ausbildung.

Die jüngsten Zahlen der Arbeitsagentur zeigen, dass die Zahl der potenziellen Azubis im Bergischen Städtedreieck mehr denn je sinkt. Der Trend machte schon „vor Corona“ den Unternehmen zu schaffen, die Pandemie verstärkt ihn nun. Umso stärker müssen sich die Unternehmen anstrengen, wollen sie „nach Corona“ nicht ohne Nachwuchs dastehen.

Wenn so ein entsetzlich träges System wie unser Schulwesen es erkennbar endlich besser geschafft hat, statt stumpfer Schließung den der Klassen den Stoff per Fernunterricht zu transportieren, dann sollte es den wendigeren und technisch besser aufgestellten Firmen doch wohl erst recht gelingen. Kein Mensch sagt, dass das einfach ist. Aber - bitteschön - was soll die Alternative dazu sein?

Der gleiche Appell gilt den Jugendlichen. Vermutlich war die Gelegenheit nie besser, seinen Wunschberuf zu ergattern. Denn Unternehmen, die gerade jetzt ausbilden, glauben nicht nur an die Zeit „nach Corona“. Sie gestalten sie.

TOP Wertstoffhof: Abgabe ist wieder möglich - mit Einschrän- kungen.

FLOP PR-Desaster: Impfbeginn verzögert sich erneut.

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