"Jeder Radiologe muss mal hier gewesen sein"

Die Sanierungsarbeiten am Röntgen-Geburtshaus gehen weiter. Die Deutsche Röntgen-Gesellschaft (DRG) und die Denkmalbehörde haben sich darauf verständigt, dass die Zimmermannsarbeiten zum Erhalt des alten Hauses in jedem Falle erfolgen müssen - unabhängig davon, wie genau die Räume später museal genutzt werden.

Darüber nämlich berät die Deutsche Röntgen-Gesellschaft noch.

"Wir wollen den "Spirit" von Röntgen einfangen", erklärt Dr. Uwe Busch, Leiter des benachbarten Röntgen-Museums. "Unser Ziel ist es, den Stellenwert des Röntgen-Geburtshauses deutlich zu steigern", sagt Dr. Stefan Lohwasser, der Geschäftsführer der DRG. Seine Vision: "Jeder Radiologe, jede MTA, jeder Physiker muss mal hier gewesen sein, um die Wurzeln seines Tuns zu verstehen."

Vorbild ist dabei etwa das Karl-Marx-Geburtshaus in Trier, wo Touristen sogar aus Asien busweise hinfahren. "In diesem beschaulichen Städtchen Lennep liegen die Wurzeln von jemandem, der die Welt verändert hat", macht DRG-Sprecher Florian Schneider deutlich.

Genau heute vor 112 Jahren hatte Wilhelm Conrad Röntgen den Nobelpreis verliehen bekommen. Inhaltlich beschäftigt sich das Röntgen-Museum mit seinen Entdeckungen, die die Medizin revolutioniert haben. Im Geburtshaus hingegen soll sein Leben im Mittelpunkt stehen - um zu verstehen, warum er beispielsweise einen Adelstitel ablehnte. Die museale Konzeption des Hauses wird noch diskutiert; im Februar ist die nächste Sitzung. Die Gelder für die Sanierung des Hauses indes hat die DRG bereits gesichert. Wann Eröffnung sein wird, hängt auch von der Ausgestaltung des Hauses ab. Neben einem Museumsbereich wird es Tagungsräume sowie ein Appartement geben, das die DRG Wissenschaftlern zeitweise zur Verfügung stellen will."Kommentar S.14

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