In Remscheid gilt er als Pfarrer der Aufklärung

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Benannt nach Diederich David Bunge

Alt-Remscheid Der Rat der Stadt beschloss am 16. Juni 1980, die im Bereich des Bebauungsplanes Nr. 295 (Gebiet Altstadt Remscheid) ausgewiesene Erschließungsstraße Bungestraße zu nennen, fand Stadtarchivarin Viola Meike in den alten Unterlagen heraus.

Die Straße wurde benannt nach dem Remscheider Pfarrer Diederich David Bunge. Dieser wurde am 23. März 1745 als Pfarrerssohn zu Unna geboren. Er studierte an der Universität Halle. Als lutherischer Pfarrer war er von 1766 bis 1772 in Kamen, von 1772 bis 1776 im märkischen Altena und von 1776 bis zu seinem Tode fast 38 Jahre in Remscheid tätig. Er gilt in Remscheid als der Pfarrer der Aufklärungszeit.

Diederich David Bunge war verheiratet mit Clara Christina Krupp. Das Paar hatte acht Kinder. Der älteste Sohn Johann Carl Friedrich wurde Pfarrer wie der Vater. Dessen Sohn Carl August (der Enkel von Diederich David Bunge) zog den Kaufmannsberuf vor; er ging als Agent der in Elberfeld gegründeten Rheinisch-Westindischen Kompagnie nach Mexiko und ließ sich gegen Ende der 1820er Jahre in Argentinien nieder, wo er ein Bankhaus gründete.

Später bekleidete er das Amt des preußischen Generalkonsuls und wurde sogar Konsul der Niederlande. Als er 1849 starb, erbte sein Bruder Hugo, der ebenfalls nach Argentinien ausgewandert war und dort denselben Weg eingeschlagen hatte wie Carl, das Geschäft und führte es fort.

Die Söhne und Enkel von Carl und Hugo Bunge wurden wichtige Staatsdiener, Architekten, Juristen und Lehrer. Einer der Abkömmlinge des Stammvaters Diederich David Bunge namens Emilio Bunge (1837 - 1909) wurde Stadtbürgermeister von Buenos Aires, sein jüngerer Bruder Ernesto ein bekannter Architekt, der eine Vielzahl sakraler und weltlicher Gebäude in Buenos Aires baute, darunter das Deutsche Hospital, die Kirche Santa Felitas und die Gefängnisse von Dolores und San Nicolás.

„Wie man sieht, war der in Remscheid tätige Pfarrer Diederich David Bunge Stammvater vieler wichtigen Persönlichkeiten, die insbesondere in Argentinien herausragende Stellungen einnahmen“, stellt Viola Meike fest.

Der Stammvater starb am 2. Januar 1814 in Remscheid. Er wurde auf dem neu angelegten Remscheider Stadtfriedhof beigesetzt, wo sich noch heute seine Grabstätte befindet.

Foto: Doro Siewert

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