Tradition

In Hasten gehen die Lichter nicht aus

Auch am Richard-Lindenberg-Platz soll früh morgens und nach Einbruch der Dunkelheit weihnachtliches Flair aufkommen.
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Auch am Richard-Lindenberg-Platz soll früh morgens und nach Einbruch der Dunkelheit weihnachtliches Flair aufkommen.
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Die Interessengemeinschaft schaltet die Weihnachtsbeleuchtung ein. Der Strompreis mit LED-Technik fällt gering aus.

Von Andreas Weber

Remscheid. In Hasten werden in der Adventszeit die Lichter nicht ausgehen. Die IG Hasten hat mit sich gerungen, aber am Ende entschieden, die Beleuchtung in der Woche vor dem Totensonntag wie gewohnt einzuschalten. 24 Sterne werden aufgehängt nebst der Beleuchtung für den Richard-Lindenberg-Platz und der Mammuttanne in der Büchelstraße 35 bei der Firma AHA.

„Anfangs gab es in unseren Reihen Skepsis, ob wir nicht dem Aufruf, Energie zu sparen, auf diese Weise nachkommen, dann sind wir aber anhand der Zahlen zu dem Ergebnis gelangt, es doch zu machen“, stellt IG-Vorsitzender Gerhard Röttger fest. Die Zahlen, die sich die Interessengemeinschaft von einem Elektriker ausrechnen ließ, ermutigen: Bei einer Verkürzung der Leuchtzeit auf 7 bis 9 Uhr und 17 bis 22 Uhr, einen Energiepreis von 35 Cent je Kilowattstunde zugrundgelegt, ergäbe sich eine gesamte Leuchtinvestition von 2,59 Euro. „Das ist vertretbar und bezahlbar“, meint Gerhard Röttger.

Von den Stromspendern, die das Strahlen der Sterne ermöglicht, war im Vorfeld nur einer aufgrund von Bedenken abgesprungen. Nach der kompletten Umstellung auf LED-Technik fände Röttger etwaige Vorwürfe unangebracht: „Wenn wir alles düster lassen, würden wir depressiv.“ Andererseits wollte sich die IG nicht ganz dem Spargedanken verschließen: Insgesamt wurde die Leuchtzeit gegenüber dem Vorjahr täglich um 3,5 Stunden verkürzt.

„Wenn wir alles düster lassen, würden wir depressiv.“

Gerhard Röttger, IG Hasten

In der Woche vor Toten-sonntag (27. November) wird Elektro Icer die Sterne aufhängen. Sie ziehen sich auf der Hastener Straße vom Werkzeugmuseum bis zur Seniorenstätte Haus am Park, in der Edelhoffstraße bis zum Blecherweg und in der Büchelstraße bis zur evangelischen Kirche. Lindenberg-Platz und Mammuttanne gesellen sich hinzu. Die Beleuchtung wird bis zu den Heiligen Drei Königen am 6. Januar hängen.

Weihnachten wirft auch mit einer anderen Aktion in Hasten seine Schatten voraus. Jedes Jahr steht bei Blumen Röttger, Hastener Straße 67, der Wunschbaum. Ab dem 21. November können im Glasanbau des Floristen die Zettel von einer 2,50 Meter hohen Tanne abgenommen werden. 75 werden es sein, von Kitas bis zu Seniorenheimen, von Waldkrönchen bis Insanto. Bedürftige, die einen kleinen Wunsch im Wert von bis zu 25 Euro äußern durften, haben diesen aufgeschrieben plus ihr Alter und den Vornamen. Hastener machen den Wunsch möglich, kaufen das Präsent und geben es weihnachtlich verpackt bis zum 17. Dezember bei Röttger wieder ab. Von dort werden die Gaben in die einzelnen Einrichtungen ausgeliefert. Koordiniert wird die Geschenkaktion von IG-Schriftführerin Marianne Krain-Schneider. Kleines Problem dabei ist, dass es mehr Schenkwillige als Beschenkte gibt. „Mit 75 hatten wir aber die Grenze erreicht dessen, was für uns leistbar ist“, erläutert Gerhard Röttger.

Der Weihnachtstreff am ersten Dezember-Wochenende wird im Kirchpark stattfinden. Der könnte auch erstmals erste Wahl sein für das Stadtteilfest im August 2023. Nachdem die bürokratischen Hürden im öffentlichen Raum immens hoch geworden sind, denkt die IG Hasten darüber nach, nicht mehr am Richard-Lindenberg-Platz zu feiern.

Umrüstung

Fürs Energiesparen haben wir uns schon früh eingesetzt, versichert die Interessengemeinschaft Hasten. Die Weihnachtsbeleuchtung sei auf das Mögliche umgestellt und 2022 fast alles auf die effizientere LED-Technik umgerüstet worden.

Passend zum Thema: Völlig verdreckt - Willkommensschild in Hasten schreckt ab

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