Burg: In früheres Restaurant kehrt wieder Leben ein

Heike und Maik Herr möchten ihren Kunden an der Eschbachstraße die Kunst des Grillens vermitteln.
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Heike und Maik Herr möchten ihren Kunden an der Eschbachstraße die Kunst des Grillens vermitteln.

Heike und Maik Herr ziehen mit ihrer Bergischen Grillakademie in die ehemalige Gaststätte Drei Linden an der Eschbachstraße.

Von Andreas Römer

Solingen. Dem ehemaligen Schmuckstück an der Eschbachstraße möchten Maik und Heike Herr neues Leben einhauchen. Knapp fünf Jahre ist es her, dass Tyrone Haarer, Betreiber des Gasthauses Drei Linden in der Eschbachstraße 24 in Unterburg, aufgegeben und den Betrieb eingestellt hat. Seitdem steht das Gebäude leer und Sanierungen kamen unter anderem durch die Baustelle direkt vor der Haustür am Eschbach schnell zum Erliegen.

Ab Anfang des nächsten Jahres soll hier die Bergische Grillakademie ihr neues Zuhause finden. Maik Herr hat das Gebäude im letzten Monat übernommen und schon mit den ersten Arbeiten begonnen. „Wir haben ein Jahr verhandelt und ich bin froh, dass es jetzt endlich geklappt hat“, sagt der Grillexperte. Bislang veranstaltet die Grillakademie ihre Kurse immer in der Villa Lindenhof, die je nach Bedarf angemietet wird. „Jedes Mal das Equipment wie Grills dorthin schaffen, ist immer sehr aufwendig“, erzählt Herr. Der Gedanke an eine eigene, feste Einrichtung sei schon lange in seinem Kopf gewesen, so Herr. In das Haus an der Eschbachstraße habe er sich schnell verliebt. „Das ist ein Schätzchen, mit ganz viel besonderem Charme.“

Glücklicherweise hat das Hochwasser vor einem Jahr keine großen Schäden am Gebäude angerichtet. Der Keller war wohl vollgelaufen, „aber wir haben noch eine Versicherung dafür bekommen“, zeigt sich Herr zufrieden. Unter Denkmalschutz steht das vermutlich um 1900 gebaute Haus nicht, aber natürlich habe man sich an verschiedene Regeln zur Gestaltung in Unterburg zu halten. „Das ist doch keine Frage, dass wir hier keine Neonreklame aufhängen“, gerade der Charme des Dorfes sei doch ein Grund für den Umzug. Noch sieht vor allem der ehemalige Gastraum „wild“ aus, wie Herr selbst zugibt. Doch das Potenzial sei einfach verlockend, wie er findet. In der ersten Etage soll eine Wohnung schon in wenigen Wochen vermietet werden. Darüber hinaus soll eine weitere Wohnung für kurzfristige Mieter, wie zum Beispiel Teilnehmer seiner Grillkurse, zur Verfügung stehen.

Neues Leben für die Gaststätte Drei Linden: Grillkurse und Tastings stehen auf dem Plan

Was noch alles am Standort gehen wird, werde sich im Laufe der Zeit noch zeigen, meint der neue Besitzer. Zunächst sollen die eigenen Grillkurse oder die Tastings dort durchgeführt werden sowie das Catering von hier aus organisiert werden. Auf dem Außengelände könne man auch über einen Biergarten nachdenken, der das örtliche Gastronomieangebot wieder erweitern würde, meint Maik Herr. Ob sich das aber tatsächlich machen lässt, müsse man abwarten. Schwierig sei allein schon das Platzieren von Containern oder der Einsatz von schwerem Gerät.

Die neue Brücke direkt vor der Haustür könne zwar die Last tragen, sei aber so eng, dass große Lkw sie nicht passieren können. Am Ende werden es auch die Kosten bestimmen, was im Einzelnen entsteht. Schon jetzt investiert er einen hohen sechsstelligen Betrag, wie Herr betont. Mit der Elektrik geht es aktuell schon los, der Tischler für die Außentüren ist bereits bestellt und auch Dach und Fassade werden erneuert und sollen schon bald wieder den Charme früherer Jahre zeigen. „Ich wusste gar nicht, dass mir jetzt diese Brücke auch gehört“, erzählt Herr eine Geschichte von zahlreichen Telefonaten, um herauszufinden, wem die Brücke überhaupt gehört. Er hatte den Wupperverband im Verdacht, doch weder der, noch die Stadt Solingen oder die Technischen Betriebe der Stadt sind Eigentümer. „Die Brücke gehört tatsächlich zum Objekt und ich bin jetzt auch Brückenbesitzer“, muss Maik Herr selbst ein bisschen schmunzeln.

Hintergrund

Der ehemalige Gasthof Drei Linden an der Eschbachstraße sollte schon vor Jahren renoviert und verpachtet werden. Doch die Baustelle vor dem alten Gasthaus verhinderte dieses Vorhaben. Es soll mehrere Interessenten gegeben haben, die den ehemaligen Gasthof pachten wollten, um dort ein Café oder eine Gaststätte zu betreiben. Die Arbeiten am Hochwasserschutz und die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt belasteten den Stadtteil über Jahre.

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