Kulturprojekte

In diesem Rucksack stecken Kunst, Licht und Ton

Björn Lenz vom WTT macht ordentlich Theater mit den Kids, Künstler Hakan Eren geht mit ihnen auf den Schrottplatz. Fotos: Michael Schütz/Roland Keusch
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Björn Lenz vom WTT macht ordentlich Theater mit den Kids, Künstler Hakan Eren geht mit ihnen auf den Schrottplatz.

Musik- und Kunstschule bietet kostenfreie Kulturprojekte für 10- bis 14-Jährige – Förderung vom Land.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Dieses Jahr feiert er runden Geburtstag: der Kulturrucksack. Das von der Landesregierung geförderte Projekt hat auch in Remscheid schon viele Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 mit auf Reise in die Kultur genommen. Warum gerade diese Altersgruppe? „Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Jugendliche in diesem Alter eine besondere Aufmerksamkeit brauchen“, erklärt Teona Gogichaishvili, Fachbereichsleiterin für Kunst an der Musik- und Kunstschule Remscheid. Die MKS bietet die kostenfreien Kurse an. „Das Schöne dabei ist, dass unsere Dozenten auch unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben.“ Von Zeichnen bis Robotik sei alles dabei. Jetzt ist das neue Programm da. Wie erklären, was im Rucksack steckt.

Vogelhäuser bauen: Am Anfang des Frühlings, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, bauen die Teilnehmer Vogelhäuschen für die Zugvögel, die zurückkehren. Die „Culture-Care-Pakete“ können Kinder abholen und ganz einfach zu Hause basteln – natürlich mit Vogelhaus-Bauplan. Abholort: Übergangswohnheim für Geflüchtete, Wülfingstraße 1 in Lennep, oder in der MKS. Nur, solange der Vorrat reicht.

Game Design in der Virtual Reality: Eine VR-Brille basteln und eine neue virtuelle Realität erschaffen ist gar nicht so schwer, meinen Felix Dietz und Johnny Deininger vom Computerprojekt Köln. Sie bieten am Samstag, 19. März, 13 bis 17 Uhr, in der MKS einen Kurs an. „Ganz ohne Vorkenntnisse gestaltet und programmiert ihr euer eigenes Game und könnt die Zukunft mitgestalten.“

Cringe – Fotografie meets Theater: Was verbinden Jugendliche mit dem Jugendwort des Jahres 2021? Und was finden sie so richtig peinlich? Damit beschäftigt sich die Gruppe in diesem Theater- und Fotografieprojekt vom 25. bis 28. März. Freitag und Montag von 18 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr im WTT, Bismarckstraße 138, mit Schauspieler Björn Lenz.

Street Art: Street Art hat es von der Straße in die Galerie geschafft. „Davon lassen wir uns inspirieren, erkunden Herkunft und Entwicklung und kreieren eigene Kunstwerke und Kleidungsstücke im Graffiti-Style“, heißt es von Kunst- und Theaterpädagoge Nils Blumenschein dazu. Ab 2. April samstags an 25 Terminen von 13 bis 14 Uhr in der MKS.

Wir entdecken uns und die Welt: Die 10- bis 14-Jährigen entdecken verschiedene Materialien und erforschen bei diesem Kurs mit Künstlerin und Kunstpädagogin Ute Lennartz-Lembeck in der Kraftstation, Honsberger Straße 2, ihre eigene kreative Welt. Ab dem 6. April mittwochs an zehn Terminen von 15 bis 18 Uhr.

Sing, Dance, Perform: Bei diesem Osterferienprogramm vom 11. bis 15. April geht es ums Singen, Tanzen und Performen. Die Koordination von Stimme, Körper und Instrumenten wird geübt. Die Kids sollen ein Gefühl für Rhythmus aufbauen. „Wir zeigen euch, wie man mit Selbstvertrauen richtig Spaß an Musik und Tanz hat“, sagen Rakel Salazar und Philip Czarnecki, freie Musiker, Choreographen und Tanz- und Gesangsdozenten. Wann? Je 10 bis 15 Uhr in der MKS.

Appassionato – Beethovens Ohr: Am 30. April und 1. Mai, jeweils 12 bis 18 Uhr, steht eine ganz besondere Reise mit dem Kulturrucksack an: Die 10- bis 14-Jährigen besuchen gemeinsam mit Kunstpädagogin Daria Zabolotskaya das Beethoven-Haus in Bonn, stöbern in der Mediathek, Bibliothek und hören ein musikalisches Hörstück über Beethovens Ertaubung. Dabei werden die Jugendlichen Faltkarten mit Noten, kurzen Texten und Zeichnungen entwerfen.

Kunstmaschinen: Können Roboter eigentlich auch Kunst machen, malen oder tanzen? Und wer baut und programmiert sie? Na klar: die jungen Techniker dieses Kurses. „Kommt vorbei, baut euren eigenen Kreativ-Bot und schaut, was er alles kann“, sagen Felix Dietz und Johnny Deininger. 14. Mai, 13 bis 17 Uhr, MKS.

Lightpainting und Beamer-Shooting: Mithilfe verschiedener Projektionen erschaffen die Kids am Samstag, 21. Mai, von 11 bis 18 Uhr mit Fotografin Sunny Bansemer in der MKS außergewöhnliche Porträts. Mit Taschenlampen und Knicklichtern werden dazu Bilder gemalt.

Licht und Schatten: Bei diesem Sommerferienprogramm geht es in die Welle, Wallstraße 54, in Lennep. Was macht Licht aus? Dabei geht es um die Fragen: Was fasziniert uns an der Dunkelheit? Das wollen alle zusammen testen. Die Ideen werden in Lichtspiele oder in Theater umgesetzt – 27. Juni bis 1. Juli, 10 bis 14 Uhr.

Alles ist wiederverwertbar: Ballonkünstler Hakan Eren ist zurück. In diesem Kurs vom 27. Juni bis 1. Juli, 10 bis 15 Uhr, besucht er mit den Teilnehmern besondere Sperrmüll- und Schrottplätze. Gemeinsam bauen sie dann aus dem gefundenen Material neue Welten. Treffpunkt: MKS.

Anmeldung und Information

Kontakt: Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid, Scharffstraße 4-6, 42853 Remscheid, P (0 21 91) 16 25 29

musikkunstschule@ remscheid.de

Auch bei Instagram und Facebook ist der Kulturrucksack vertreten, zudem gibt es eine eigene Internetseite:

kulturrucksack-remscheid.de

Hintergrund: Kulturelle Bildung kann einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten, finden die Macher. „Voraussetzung allerdings ist, die Tür zu Kunst und Kultur für alle Kinder und Jugendlichen so früh und so weit wie möglich zu öffnen.“ Daher fördert das Land den Kulturrucksack.

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