Kamelinchen

In Alt-Remscheid entsteht ein Familiencafé

Im ehemaligen Bastelladen von Elke Brandt entsteht derzeit auf 160 Quadratmetern das „Kamelinchen“. Betreiberin Sabine Kamin (54, M.) wird dabei tatkräftig unterstützt von Tochter Saskia Habermann (31), ihrem Schwiegersohn sowie den Enkeltöchtern Emma (4) und Frieda (2). Foto: Roland Keusch
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Im ehemaligen Bastelladen von Elke Brandt entsteht derzeit auf 160 Quadratmetern das „Kamelinchen“. Betreiberin Sabine Kamin (54, M.) wird dabei tatkräftig unterstützt von Tochter Saskia Habermann (31), ihrem Schwiegersohn sowie den Enkeltöchtern Emma (4) und Frieda (2).
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„Kamelinchen“ für Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren sowie ihre Eltern öffnet bald.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Während die Kleinen mit dem Kaufladen oder der Kinderküche spielen, genießen Mama und Papa direkt daneben Kaffee und Crêpes – und alle tragen Stoppersocken. In der Beethovenstraße 1/Ecke Hindenburgstraße wird das schon bald Wirklichkeit: Am 15. Januar eröffnet das Familiencafé „Kamelinchen“ nach den dann gültigen Coronaregeln. Dazu gibt es Aktionen.

Nachdem das „Eulennest“ in Lüttringhausen und das Familiencafé an der Blumenstraße mittlerweile geschlossen wurden, ist das „Kamelinchen“ dann laut eigener Aussage das einzige Familiencafé Remscheids.

Familiencafé Kamelinchen in der Hindenburgstraße - hier dürfen Kinder toben

„Es gibt sonst nichts Passendes“, sagt die zweifache Mama Saskia Habermann (31) aus eigener Erfahrung. „Es ist gewollt, dass die Kinder hier rumlaufen, es auch mal laut werden darf – und sich Familien rundum wohlfühlen.“

Die gelernte Erzieherin unterstützt ihre Mutter Sabine Kamin (54) bei der Verwirklichung ihres Traums. „Mir das zu erfüllen und das auch noch mit der eigenen Familie zu vereinbaren – etwas Besseres gibt es eigentlich nicht“, freut sich Sabine Kamin, die als Hauswirtschafterin einer Wohngruppe in Lennep arbeitet. Sie hat bereits viel Erfahrung in der Gastronomie.

„Ich habe in der Metzgerei gearbeitet und im Stadtcafé in Wermelskirchen“, erzählt die Oma von Emma (4) und Frieda (2). Gerade genießen die Mädels noch das leere 160-Quadratmeter-Ladenlokal, in dem vorher Elke Brandts Bastelladen untergebracht war. Denn hier kann man zurzeit noch so schön mit dem Tretroller durchsausen.

Die ganze Familie renoviert derzeit die Räume mit den großen Schaufenstern, von denen Sabine Kamin seit dem ersten Moment begeistert war. Auch der Schwiegersohn Richard Habermann (32) hilft. Er ist gelernter Maurer, hat auf vielen Baustellen gearbeitet. „Er kann eigentlich alles“, sagt Saskia Habermann. Tapeziert wurde bereits, nun wird in Pastelltönen gestrichen. Der Estrich im Bad ist schon fertig.
Auch ein Thema: Deshalb sind an der Hindenburgstraße die Papiercontainer verschwunden

Auch ihre Vermieterin unterstütze sie, erzählt Sabine Kamin. „Sie lässt die Decke machen und das WC barrierearm umbauen. Zudem hat sie mir fast zwei Jahre das Ladenlokal freigehalten, dafür bin ich sehr dankbar.“ Denn bis die Nutzungsänderung durch war, habe es seine Zeit gebraucht.

Das „Kamelinchen“ finanziert die Familie aus eigener Tasche, eine Förderung gibt es nicht. „Wir wollen aber noch Spielzeughersteller anschreiben und um Spielzeugspenden fragen“, sagt Sabine Kamin.

Von der Lage in Alt-Remscheid sind Mutter und Tochter begeistert. „Man kann zu Fuß von der Stadt aus kommen. Zudem sind der Stadtpark, Kitas, Schulen und eine Kirchengemeinde in der Nähe. Bei uns kann man sich dann gut ausruhen“, sagt Saskia Habermann. Das will die Familie im „Kamelinchen“ anbieten:

Familiencafé Kamelinchen: Das erwartet kleine und große Besucher

Spielbereiche: Es soll kinderfreundlich mit vielen Spielmöglichkeiten zugehen. Der Boden wird mit Matten ausgekleidet. Es herrscht Straßenschuh-Verbot und Sockenpflicht. Drei Spielbereiche sollen entstehen: einer für Kinder im Krabbelalter, einer für Kindergartenkinder mit Spielküche, Kaufladen & Co. sowie einer für ältere Kinder mit Spielen wie „Mensch ärgere dich nicht“ und mehr. Grundsätzlich richtet sich das Café an Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Plus Eltern, Omas, Tanten und wer sonst noch mitkommen mag.

Café: Zwischen Spielbereich und Café wird es keine Trennung geben – Tische und Stühle werden mittendrin stehen, damit Eltern noch die Aufsicht über die Kinder haben, sagt Saskia Habermann. Sie können auch in den Fensternischen sitzen. Sabine Kamin und ihr Patenkind werden für das leibliche Wohl sorgen: Es gibt Kaffee, dazu kleine Speisen wie Waffeln oder Crêpes. Das Mitbringen eigener Speisen – außer Babynahrung – ist nicht gestattet. Ab Ende Januar soll es auch am Wochenende ein Frühstücksbüfett geben. Dazu müssen sich Interessierte vorher anmelden.

Abstellplätze: Für Kinderwagen soll es einen eigenen Parkplatzbereich geben.

Spezielle Bereiche: Im barrierearmen WC wird es eine Wickelmöglichkeit geben. Zudem einen speziell beruhigten Stillbereich. Auch Außensitzplätze sind geplant.

Mieten: Das „Kamelinchen“ können Familien für Geburtstag, Taufe oder andere Feiern mieten.

Zeiten, Preise und Eröffnungsangebote

1. Woche: Das Café Kamelinchen eröffnet am Samstag, 15. Januar 2022, in der Beethovenstraße 1 samt einer Tombola. Am Montag und Dienstag, 17. und 18. Januar, gibt es kostenloses Kinderschminken.

2. Woche: Dienstag und Donnerstag, 25. und 27. Januar, erneutes Kinderschminken. In den Eröffnungswochen erhält jedes Kind einen Obstteller gratis.

Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags, freitags 10 bis 18 Uhr, samstags, sonntags, feiertags 10 bis 15 Uhr, mittwochs Ruhetag. Ab 29. Januar gibt es samstags und sonntags, 10 bis 12 Uhr, ein Frühstücksbüfett nach Voranmeldung.

Preise: Für alle ab sechs Monaten beträgt der Eintritt 2,30 Euro. Das Mitbringen eigener Speisen – außer Babynahrung – ist untersagt.

Kontakt: per E-Mail: s.kamelinchen@gmx.de

Dazu auch: Neue Kita am Schützenplatz soll Mitte 2024 eingeweiht werden

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