Remscheider verurteilt

Bewährungsstrafe: Im Drogenrausch einen Unfall gebaut

Das Amtsgericht in Remscheid.
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Das Amtsgericht in Remscheid.

Remscheider hatte auf der Bliedinghauser Straße einen Unfall mit einem Schaden von mehr als 25.000 Euro verursacht.

Remscheid. Erst nimmt sich ein 38 Jahre alter Remscheider das Auto seiner Mutter, obwohl er keine Fahrerlaubnis besitzt, dann wirft er sich Amphetamin ein und verursacht auf der Bliedinghauser Straße einen Unfall mit einem Schaden von mehr als 25.000 Euro. Nun bekam der Mann im Amtsgericht Remscheid die Quittung: fünf Monate Haft auf Bewährung, 1500 Euro für den Verein für Bewährungshilfe in Remscheid. Zudem wird ihm vor Ablauf von zwei Jahren keine neue Fahrerlaubnis erteilt.

Aber von vorn: Am 11. April 2020 konsumiert der Angeklagte Amphetamin. Dann setzt er sich ans Steuer und fährt durch Remscheid. Es ist kurz nach 17.30 Uhr, als er auf der Bliedinghauser Straße die Kontrolle über seinen Wagen verliert und zwei parkende Fahrzeuge rammt. Die beiden Autos, eines davon hochwertig, werden ineinandergeschoben. Es entsteht ein Gesamtschaden von mehr als 25 000 Euro.

Im Gericht übernimmt der Verteidiger das Reden für seinen Mandanten: „Für ihn war es ein ziemlicher Einschnitt in seinem Leben. Es war für ihn ein Tag der Veränderung.“ Glücklicherweise war niemand verletzt worden. Und auch, wenn der Sachschaden sehr hoch war, hätte das Ganze für den Angeklagten etwas Positives, so der Verteidiger. Denn von dem Tag an, habe der 38-Jährige keine Drogen mehr genommen. Vor dem Unfall hatte er im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln seine Fahrerlaubnis verloren.

Was seinen Konsum angehe, berichtet der Remscheider, habe er Amphetamin zunächst nur als Partydroge probiert, daraus sei allerdings ein regelmäßiger Konsum geworden. Trotzdem sei er immer arbeiten gegangen, und zwar in einem handwerklichen Beruf. Etwas, das der Richter als sehr bedenklich einstuft. Schließlich gäbe es keinen legalen Markt für Amphetamin, so dass die Konsumenten nie wüssten, was sich wirklich in der Droge befindet. Und so sei es umso gefährlicher, unter dem Einfluss des Rauschmittels Maschinen zu bedienen.

Am Ende verurteilt der Richter den Mann wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu den fünf Monaten auf Bewährung. Es sei ein massiver Vorfall mit einem schweren Unfall gewesen, fasst der Vorsitzende zusammen. -jape-

Amtsgericht verurteilt Remscheiderin zu einer Bewährungsstrafe wegen Unfallflucht und Fahrens ohne Führerschein.

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