Ihr Vorbild ist Bertha von Suttner

Antje Menn. Foto: pek
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Antje Menn.

Antje Menn beantwortet die RGA-Fragen

-pek- Antje Menn ist seit Oktober 2020 Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Lennep und war zuvor neun Jahre lang Pfarrerin der Lenneper Stadtkirche. Die 47-Jährige ist in Mönchengladbach geboren, verheiratet und hat drei Kinder. Ihre familiären Wurzeln liegen in Österreich, weshalb sie gerne durch die „richtig hohen“ Berge wandert.

Worauf kann man als Remscheider stolz sein?

Antje Menn: Auf das tolerante Miteinander der Nationen und Religionen in der Stadt. Auf solch tolle Institutionen wie Remscheid Tolerant. Sehr viele Menschen sind in diesem Sinne in Remscheid aktiv, was auch von den Kirchen immer wieder betont wird.

Was ist für Sie der höchste kulinarische Genuss?

Menn: Wein und Käse. Ich habe in der Schweiz studiert, da ist mir der Käse ans Herz gewachsen. Es muss kein besonderer sein, aber Gruyère wäre schon klasse. Dazu gerne einen trockenen Weißwein.

Was können Sie besser als die meisten anderen?

Menn: Ich kann unterschiedliche Meinungen zusammenbringen. Das ist nicht auf religiöse Dinge beschränkt. Das funktioniert auch in der eigenen Familie.

Welches Konzert haben Sie zuletzt besucht?

Menn: Ich besuche jeden Morgen ein kleines Konzert des Kreiskantors Johannes Gessner, der jeden Tag ein Stück Musik aufnimmt, was auf Youtube zu sehen und zu hören ist. Der letzte „richtige“ Konzertbesuch war vor Corona, ich weiß nicht, wer gespielt hat.

Mit wem würden Sie gerne einmal für einen Tag das Leben tauschen?

Menn: Es gibt eine Frau, die mich Zeit meines Lebens begleitet hat und ein Vorbild ist. Das ist Bertha von Suttner, die Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin, die 1914 in Wien verstorben ist. Wenn es ginge, also gerne mit ihr.

Ihr Lieblingsplatz in Remscheid?

Menn: Das ist die Lenneper Stadtkirche. Ansonsten bin ich auch gerne in den Wäldern Remscheids.

Wie würden Sie einen typischen Remscheider in drei Worten charakterisieren?

Menn: Echt, hilfsbereit, zuverlässig.

Was ist für Sie der angenehmste Zeitvertreib?

Menn: Ich liebe es, jeden Donnerstag Mittag die „Zeit“ aufzuschlagen und den Blick auf die Rubrik „Was mein Leben reicher macht“ zu werfen.

Was würden Sie als OB als Erstes anpacken?

Menn: Im Gedenken daran, dass wir in dieser Zeit an ein 1700-jähriges jüdisches Leben in Deutschland erinnern, würde ich Orte der Erinnerung sichtbarer machen, an kleineren Orten wie dem kleinen jüdischen Friedhof in Lüttringhausen. Ich würde die Orte der Erinnerung fördern.

Welchen Traum hegen Sie?

Menn: Für mich persönlich: Ich möchte es schaffen, klimaneutral zu leben. Für die Gesellschaft: Dass wir die Nähe, die uns nach Corona wieder möglich ist, leben können.

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