Mein Leben als Papa

Ich habe meinen Vatertag schon ein paar Tage früher gefeiert

Lustwandeln im schönen Wuppertaler Vorwerkpark.
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Lustwandeln im schönen Wuppertaler Vorwerkpark.
  • Gunnar Freudenberg
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RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Leben mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (3).

„Was machen wir denn Schönes an meinem Vatertag?“, frage ich meine Söhne erwartungsfroh. Aber Hannes sieht mich nur verwundert an und entgegnet: „Du hattest deinen Vatertag doch schon.“ Offenbar spielt er damit auf den Papa-Tag am vorherigen Wochenende an. Papa-Tag ist immer dann, wenn ich mal für längere Zeit alleine auf die Jungs aufpassen muss, weil meine Frau sich ausnahmsweise auch mal etwas vorgenommen hat.

Papa-Tage laufen fast immer gleich ab. Ich mache einen Vorschlag. Der eine ist dafür, der andere dagegen. Hannes möchte eine Fahrradtour machen, Michel lieber im Garten spielen. Was ich möchte, ist nicht besonders interessant. Am Ende lautet der Kompromiss meistens: Auf zum Spielplatz! Immerhin darf ich entscheiden, auf welchen es geht.

Meine Wahl fällt auf den Spielplatz am Toelleturm in Wuppertal. Da gibt es ein kleines Eiscafé – das kann bei schlechter Laune als taktisches Mittel ganz hilfreich sein. Hannes und Michel sind aber erst einmal fasziniert von dem hohen Aussichtsturm. „Können wir da hochklettern?“, fragt Michel, aber noch ist die Tür leider geschlossen. Macht nichts, der Spielplatz hat auch eine Menge zu bieten: Spider-Man-Netz, Röhrenrutsche und viele Kletterstationen.

Ich wünschte, ich könnte wie ein Pferd rundum sehen, um beide Jungs ständig im Blick zu behalten. Bei Michel reichen auch die Ohren: Er hat sich sein Knie aufgeschlagen. Zwei Kugeln Eis später ist alles wieder gut. „Wer kommt jetzt noch mit in den Rhododendron-Park?“, will ich wissen und ernte überraschenderweise Begeisterung, die sich im Park noch steigert. Da hat Adolf Vorwerk, Gründer des gleichnamigen Unternehmens, einst ein schönes Fleckchen Erde erschaffen. Finden auch Hannes und Michel, die zwischen bunten Blumen und Teichen lustwandeln wie zwei Prinzen im Schlossgarten. „Haben wir heute ein Glück“, findet Hannes. „Hier müssen wir mit Mama unbedingt auch noch mal hin.“

„Mein Leben als Papa“ gibt es als Buch für 12,90 Euro in den RGA-Geschäftsstellen, im Handel und unter bergisch-bestes.de

Heute aber ist Papa-Tag. Natürlich lasse ich mich nach all der Lustwandelei mit mehreren Süßigkeiten-Pausen erweichen, auch noch auf den Toelleturm zu steigen, der jetzt zugänglich ist. Nach 146 Stufen kommen wir nassgeschwitzt auf der 26 Meter hochen Aussichtsplattform an. Michel muss ich auf den Arm nehmen, damit er über die Umrandung schauen kann. Das Tal mit Wupper liegt uns zu Füßen, Hannes meint auch Bremen und England sehen zu können. „Haben wir heute ein Glück“, sagt nun auch Michel. Wieder zu Hause, fehlt ihm aber noch eine Sache für den perfekten Tag. „Können wir Pizza bestellen? Es ist doch Papa-Tag.“ Können wir. Denn Papa-Tage sind für alle da.

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