Rennen

Hunde sprinten im Morsbachtal für den guten Zweck

Egal ob klein oder groß, jung oder alt: Am Samstag liefen die Vierbeiner für einen guten Zweck. Foto: Michael Schütz
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Egal ob klein oder groß, jung oder alt: Am Samstag liefen die Vierbeiner für einen guten Zweck.

Nach Hochwasser-Katastrophe: Bergischer Polizeihunde-Verein lud Samstag zu einem Rennen ein

Von Sabine Naber

Remscheid. Das Hochwasser hatte vor vier Wochen auch auf dem Gelände des Bergischen Polizeihunde-Vereins im Morsbachtal heftigen Schaden angerichtet. „Das Vereinsheim ist einsturzgefährdet und muss abgerissen werden, Garage, Lagerplätze und die Wiese standen komplett unter Wasser“, schildert Vereinsvorsitzende Pia Dahlhaus die Situation.

Auch die meisten Hundeboxen habe das Wasser weggespült und zerstört. Dahlhaus: „Das Holzhaus, in dem wir unser Büro haben, steht zwar noch, aber alles was drinnen stand, ist nicht mehr zu gebrauchen. Die Strömung war enorm.“ Diverse Fotos zeigten das Ausmaß der Überschwemmung. Ob ein neues Vereinsheim gebaut werden darf, stehe zurzeit noch in den Sternen. Bauamt und Wasserschutzbehörde prüfen das. Aber ausschließlich auf Hilfe von außen warten, das komme nicht in Frage. „Wir wollen selber aktiv werden und uns um Geld und Spenden kümmern. Deshalb haben wir zu einem Hunderennen für den guten Zweck eingeladen“, sagt Michaela Fischer vom Vorstand mit Blick auf die rund 300 Gäste, die am Samstag mit ihren Hunden zu Gast waren. Jeder Hund durfte mitrennen. Allerdings lief jeder Vierbeiner die Rennstrecke alleine. Den Anfang machten gleich morgens um 10 Uhr die Senioren – also Hunde ab acht Jahren.

An einem Ende der Wiese stand ein Vereinsmitglied mit dem angeleinten Hund, während die Besitzerin oder der Besitzer die 50 Meter zum Ziel erst einmal selbst lief, um am Zielpunkt seinen Hund in Empfang zu nehmen. Natürlich nicht, ohne ihn während des Spurts gebührend anzufeuern. Nach zwei Durchgängen stand mit Mischlingshund Lupo der Sieger fest.

Dann standen die kleinen Hunde, sie durften nicht größer als 40 Zentimeter sein, am Start und flitzten auf Zuruf zu ihren Frauchen oder Herrchen. Die Urkunde für Siegerin Finja konnte Besitzerin Silke Iwan in Empfang nehmen. Es folgten die mittelgroßen Hunde bis 60 Zentimeter, bevor die ganz großen an den Start gingen. Eine Siegerehrung krönte die Rennen.

Vereinsvorsitzende verspricht: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Während die Fellnasen mit Leckerchen belohnt wurden, konnten sich ihre Besitzer mit Bratwurst, Waffeln, Kaffee und Getränken stärken. „Unsere Küche ist zerstört worden. Normalerweise können wir deutlich mehr anbieten. Aber im Moment geht das nicht“, bedauert die Vorsitzende. „Es wird auf jeden Fall weitergehen bei uns. Wir lassen uns nicht unterkriegen“, versprach Pia Dahlhaus. Die Fluktuation im Verein, der 1913 gegründet worden war, sei nicht hoch, alle Mitglieder hätten einen engen Bezug zu ihrem Verein. Vieles könnte in Eigenarbeit wiederhergestellt werden.

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