Tourismus

Hoteliers machen Front gegen die Bettensteuer

Front gegen die Bettensteuer (v.l.): Markus Kärst, Isabel Hausmann und Marcus Schmalbein von Dehoga Nordrhein. Foto: Gerhard Schattat
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Front gegen die Bettensteuer (v.l.): Markus Kärst, Isabel Hausmann und Marcus Schmalbein von Dehoga Nordrhein.

Remscheider Hotelbetreiber betonen, dass der bürokratische Aufwand in keinem Verhältnis zu den Einnahmen steht.

Von Gerhard Schattat

Die Remscheider CDU-Fraktion will mit einer Übernachtungssteuer zusätzliches Geld fürs Teo Otto Theater erzielen. Touristen und sonstige Privatleute, die in Remscheids Hotels und Pensionen übernachten, sollen diese Steuer zahlen, die somit zu einer Kulturabgabe würde. Geschäftsreisende wären davon ausgenommen.

Remscheids Hoteliers haben auf diese Idee ausgesprochen verärgert reagiert. Markus Kärst, Chef des Hotels Kromberg, sowie Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Remscheid, hatte die Kollegen gestern sogar zu einer außerordentlichen Hotelfachgruppensitzung eingeladen. Grundsätzliche Aussage: „Die Dehoga Nordrhein lehnt Bettensteuern, Kultur- und Tourismusförderabgaben oder wie auch immer Abgaben bezeichnet werden, ab.“

Geschäftsreisende sorgen für 90 Prozent der Übernachtungen

Schon der Tourismus-Magnet Heidelberg, so Dehoga-Vize-Geschäftsführerin Isabel Hausmann, diskutiere aktuell über die Abgabe mit dem Tenor, dass der bürokratische Aufwand in keinem Verhältnis zu den Steuermehreinnahmen stehe. Wie erst in Remscheid: Hier sorgten die Geschäftsreisenden für mindestens 90 Prozent der Übernachtungen. Und Geschäftsreisende sollen ja von der Kulturabgabe befreit werden. Dafür müssten sie aber einen Antrag herunterladen und ausfüllen, der Arbeitgeber müsste die Dienstreise bescheinigen. Und, um das zu überprüfen, müsste die Stadtverwaltung entsprechendes Personal einstellen.

Die anwesenden Hoteliers waren sich einig, dass die Bettensteuer im Hinblick auf die bettensteuerlosen Nachbarstädte Solingen und Wuppertal für Remscheid einen erheblichen Wettbewerbsnachteil bringen würde. Im Übrigen sei es nicht Aufgabe der Hoteliers, dass Teo Otto Theater zu vermarkten.

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