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Hospiz soll Mitte 2023 fertig sein

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Lenneper Politiker befassten sich mit dem Stand der Dinge beim Neubau in Bergisch Born.

Von Frank Michalczak

Viel Lob hörte Andreas Holthaus in der Lenneper Bezirksvertretung (BV) für die ehrenamtliche Arbeit, die er für den Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land leistet. Der Vorsitzende der Initiative stellte bei der Sitzung der BV den Stand der Dinge beim Bau des Hauses vor, in dem künftig schwerstkranke Menschen in den Tagen oder den Wochen vor ihrem Tod betreut werden. Es entsteht in Bergisch Born: „Und wird Mitte nächsten Jahres fertig sein“, kündigte Holthaus an.

Der Standort sei für die Einrichtung ideal. Schließlich richtet sie sich vor allem an die über 180 000 Menschen, die in Remscheid, Radevormwald, Wermelskirchen und Hückeswagen leben. Bergisch Born sei von allen Städten aus gut zu erreichen. Dabei nehme bereits jetzt das Personal Formen an. Es lägen zahlreiche Bewerbungen von Mitarbeitenden aus der Pflegebranche vor, die sich für die Arbeit im Hospiz interessierten: „Hier können sie sich mehr Zeit nehmen und ihren Beruf ganz anders ausleben“, erklärte der Vereinsvorsitzende den Politikern.

Keinen Hehl machte Holthaus daraus, dass die Finanzierung des Projekts nach wie vor eine Herausforderung sei, die in den letzten Monaten noch größer geworden sei: „Die Preise explodieren. Zudem sind Handwerker immer schwerer zu bekommen.“ Rund eine Million Euro fehlen bis zum Projektabschluss, wobei ihm auch steigende Zinsen Kopfzerbrechen bereiten.

Trotzdem sieht Holthaus das Projekt auf einem guten Weg, an dem er gemeinsam mit seinen Mitstreitern seit über einem Jahrzehnt arbeitet – und sich auf große Unterstützung verlassen konnte. Insgesamt 2,6 Millionen Euro Spenden gingen bis Juni 2022 ein. Dahinter verbergen sich 4300 Einzelposten, für die der Verein eine Bescheinigung ausgestellt hat. Spenden werden auch künftig wichtig sein. Denn fünf Prozent der Betriebskosten gilt es aufzubringen.

Susanne Fiedler (Grüne) wollte wissen, ob sich die Initiative um staatliche Finanzhilfen über Förderprogramm beworben habe. „Sie müssten zu unserem Projekt passen. Und da gibt es hohe Hürden. Zudem hätten Anträge viel Zeit gebraucht“, führte Holthaus an. Unterstützung gewährten aber sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche bei der Einrichtung, die im Geiste der Ökumene konzipiert ist. Sie sieht unter anderem acht Zimmer für schwerkranke Gäste vor, aber auch einen Gruppenraum, der wichtig für den Austausch sei, wie Holthaus unterstrich.

Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) bedankte sich für die Arbeit, die dazu führe, dass Menschen in Würde ihre letzten Tage erleben könnten. Jürgen Kucharczyk (SPD) lobte den langen Atmen, den der Verein bewiesen habe.

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