Wer Holz klaut, muss mit strenger Bestrafung rechnen

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

Remscheid -wey- 1995 Heiß ist es aktuell im Bergischen und trocken, entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr. Wohin das führen kann, berichtet der RGA am 10. August vor 25 Jahren: „Großbrand: Waldstück in Flammen“ lautet die Überschrift über einem Artikel zu einem Feuer nahe einer pyrotechnischen Fabrik. Mehr als eine Stunde brauchten die Berufsfeuerwehr zusammen mit drei freiwilligen Wehren, um den Brand im ausgetrockneten Nadelwald unter Kontrolle zu bekommen, stundenlang mussten die Feuerwehrleute danach noch Brandnester löschen. Glück im Unglück: Dank des Winds bewegte sich das Feuer von der Fabrik weg. Und ebenfalls ein gutes Zeichen: Die Remscheider waren offensichtlich wachsam, nicht weniger als zehn Anrufe gingen nahezu zeitgleich bei der Feuerwehr ein, um auf den Brand hinzuweisen. 1970 Auf ganz andere Katastrophen bereitete man sich noch vor 50 Jahren vor. Der Tüpitter schreibt am 21. August über den Neubau eines Mehrzweckschutzbaus an der Elberfelder Straße. Sieht aus wie eine gewöhnliche Tiefgarage und wird auch meistens als solche genutzt, soll bei einem Atomschlag aber 1500 Menschen vor radioaktiver Luftversuchung schützen. Heute ist der Bunker Teil der Parkpalette am Bökerspark – und macht den Stadtplanern das Leben schwer.

1945 Nicht nur durch Waldbrände war der Remscheider Wald in der Vergangenheit gefährdet, wie man dem amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Remscheid am 15. August vor 75 Jahren entnehmen kann. Unter der Schlagzeile „Unser Waldbestand in Gefahr“ ermahnt der Autor die Leser trotz eines harten Winters und knapper Kohlen, nicht weiterhin Holz aus den Wäldern zu entnehmen: „Holz ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe. Wir brauchen es in nächster Zukunft besonders dringend.“ Wer dem zuwider handele, müsse mit Anzeigen rechnen: „Wer aber von jetzt ab in den Wäldern ohne Berechtigung Holz schlägt, hat mit strenger Bestrafung durch die Militärregierung zu rechnen.“

1920 Mit Bestrafungen mussten Übeltäter auch schon vor 100 Jahren rechnen – wenn auch die Straftaten damals noch etwas anders klangen. So fasst der Tüpitter am 13. August unter dem Schlagwort „Polizeibericht“ die Ereignisse der letzten Tage kurz zusammen. Danach gab es unter anderem einen Einbruch mit Diebstahl in ein Geschäftshaus. Aber auch zwei Festnahmen von „Frauenpersonen“, einmal wegen „Umhertreibens“ und einmal wegen eines „Sittlichkeitsverbrechens“. Eine weitere Person, deren Geschlecht nicht genannt wird, „gelangte wegen Körperverletzung durch Geschlechtsverkehr zur Anzeige“.

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