Historisches Foto

Welche Kirche suchen wir?

Welche Kirche suchen wir heute?
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Welche Kirche suchen wir heute?

In der vergangenen Woche suchten wir das Haus Marksteller, dass mit seinen grünen Schlagläden an den Hausbau im Bergischen erinnert. Was suchen wir in dieser Woche?

Welche Kirche suchen wir heute? Von welchem Ort aus wurde das Foto damals aufgenommen? In welchem Stadtteil befinden wir uns? Kleiner Tipp: Das Bild entstand im Jahr 1956. Womit verbinden Sie das Motiv? Schicken Sie Ihre Lösung bitte bis Donnerstag, 4. November, gerne verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid; oder per E-Mail an: redaktion@rga.de Foto: Franz Lindner/Repro: Roland Keusch

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: Haus Marksteller zeigte Reichtum

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Eine etwas härtere Nuss war unser Rätselfoto aus der vergangenen Woche für RGA-Leser Dieter Prill. „Das gesuchte ,Haus Marksteller‘ mit der Hausnummer 32 steht im Ortskern von Morsbach, gleich hinter dem sogenannten Pulverturm, der zwischen 1550 und 1575 erbaut wurde“, schreibt er. Zur Zeit werde das denkmalgeschützte Haus mit Fördermittel des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW restauriert.

Auch Lore Körschgen hat das Haus erkannt. „Das ist eines der ältesten Häuser in Remscheid. Meine Kinder, Enkelkind und Urenkel lebten oder leben in diesem Haus und so habe ich dort wunderschöne Stunden erlebt“, erinnert sie sich. Ein Ereignis bleibt ihr besonders im Gedächtnis: „Nicht vergessen werde ich, als ich einmal im Winter beim Verabschieden das Blitzeis nicht bemerkte, das sich gerade gebildet hatte, und ich der Länge nach über die vier Stufen am Eingang in den Vorgarten gefallen bin.“

Das Haus Marksteller.

Eine Geschichte zwischen Brüdern soll sich zugetragen haben

Lore Körschgen weiß von einer witzigen Geschichte zu berichten, die in einigen Bergischen Chroniken auftauchen soll: „So um 1850 haben wohl zwei total zerstrittene Marksteller-Brüder (Remscheider Feilenhauer der Geschichte nach) in diesem Haus gewohnt. Sie mussten sich die Küche teilen.“ Darin habe einer der damals üblichen großen Holzherde gestanden.

„Wenn einer der Brüder morgens in der Frühe aufgestanden war, hat er zuerst den Herd angemacht, sich darauf seinen Kaffee gekocht und ihn danach wieder mit Wasser ausgemacht. Der Bruder, der als Zweites aufstand, konnte sich den Herd für seinen Kaffee dann wieder neu anmachen“, berichtet Körschgen.

Heinz-Jürgen Schmitz weiß einiges über den Hausbau: „Die Hofschaft Morsbach ist bis heute eine der best erhaltenen alten Höfe im Remscheider Stadtgebiet. Etwas versteckt liegt das Haus Marksteller. Es erfreut den Betrachter mit seinem geschweiften und verzierten Vordergiebel“, schreibt er. Ins Auge falle auch das Türschild, das außer Zopfstil-Ornamenten ein großes Löwenwappen in Blau auf weißem Grund ziert. Schmitz erinnert sich an eine Kastanie vor dem Haus, die das malerische Bild vollendete.

Erwähnenswert sei der, von Dieter Prill ebenfalls genannte, Pulverturm in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bauten der Patrizierhäuser im Bergischen Barock. „Mit diesen begann der Aufschwung des Hausbaus im Bergischen. Weiße Fensterrahmen mit grünen Schlagläden lockerten die Schieferverkleidung auf“, erklärt Heinz-Jürgen Schmitz. Noch etwas weiß er: „Der 1860 in Morsbach geborene Kasper Wittkop gründete den plattdeutschen Gesangverein ,Guot Fröng‘, dessen Dirigent er selber gewesen sein soll.

Die alte Kastanie von damals gibt es heute nicht mehr.

Dass die Besitzer mit der Bauweise des Hauses ihren Reichtum zeigten, berichtet Helmut Schucht. „Die Fenster im Türbereich sollten den dahinterliegenden Flur beleuchten“, weiß er. Ein weiteres Detail verrät er: „Auch unsere bekannte Mundartdichterin Else Schmidt kam im schönen Morsbachtal zur Welt.“

Auch Jörg Wagner und Ulrich Hager haben das Foto richtig erkannt.

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