Historisches Foto

Was suchen wir hier?

Was suchen wir hier?
+
Was suchen wir hier?

Das Rätselfoto in der vergangenen Woche zeigte die Hofschaft Nagelsberg zwischen B 229 und Wuppertalsperre. Was suchen wir dieses Mal?

Remscheid. In der Mitte der Häuserfront in der Remscheider Innenstadt hatte hier eine Freizeit-Institution ihren Platz. Als sie vor über zehn Jahren schloss, an einem anderen Standort, fiel Remscheid in ein Loch. Schicken Sie Ihre Lösung bis 20. Januar, verbunden mit persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77 -81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de. Repro: Roland Keusch

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: Pfauenfedern waren beliebtes Tauschobjekt in der Schule

Von Andreas Weber

Remscheid. Jürgen Koppka nahm zum ersten Mal am RGA-Rätsel teil. Eine Herausforderung war die Auflösung, die Hofschaft Nagelsberg, für ihn nicht. Denn Koppka ist nebenan in der Jakobsmühle aufgewachsen und lebt immer noch dort. „Das Bild zeigt den Bauernhof Adolf Kempe, bei dem ich als Kind im Herbst regelmäßig Kartoffeln aufgelesen habe. Heute befindet sich auf dem Gelände zwischen B 229 und der Wuppertalsperre ein Reitstall. Damals bestand die Hofschaft aus drei Häusern plus Scheune. Später kam eine Reithalle hinzu.“

Besonders präsent bleibt Koppka die Villa von „Konsul Gottwald“, der das Haus bewohnte. Rechts neben der Villa steht das „Gärtnerhaus“, wo sein Gärtner gleichzeitig Chauffeur und andere Mitarbeiter wohnten. „Die erste Arbeitsstelle meiner Mutter, die auf dem Müllersberg aufgewachsen ist, hatte sie bei Familie Gottwald“, schreibt Koppka. Alles sei sehr gepflegt auf dem Nagelsberg gewesen. Eine negative Erinnerung hegt er nur an die Fasanen der Gottwalds. „Die liefen frei herum. Wenn der männliche Fasan laute Geräusche von sich gab und auf mich in seiner Pracht zulief, habe ich das Weite gesucht.“

Am Nagelsberg ist er der Dreh- und Angelpunkt über die Jahrzehnte geblieben: der Bauernhof der Familie Kempe.

An eine herrliche Zeit denkt Silvia Tillmanns zurück: „Ich bin auf dem Bauernhof am Nagelsberg 1 in den 50er-/60er-Jahren aufgewachsen. Damals wie heute gehörte er der Familie Kempe. Wir Kinder der Hausgemeinschaft konnten frei und ungebunden spielen. Wir wussten, dass die Kühe nicht lila waren, und freilaufende Hühner waren eine Selbstverständlichkeit.“ Auch Tillmanns hat ihre Erinnerungen an die Pfauen bei den Gottwalds. „Wir waren wild hinter den Federn her, welche die Vögel regelmäßig verloren. Sie waren bei anderen Kindern in der Schule beliebte Tauschobjekte. Ein Bonbon oder eine Murmel war schon mal die Beute.“

Günter Sieper bleibt bei den Pfauen: „Als Kinder des Feldbachs hörten wir vom nahe gelegenen Nagelsberg die abendlichen Rufe der Pfaue und wussten, gleich ist Schluss mit Spielen und es gibt Abendbrot. Ende der 60er-Jahre wählte ich als Lehrling oft den fast halbstündigen Fußweg durch Wald und Wiesen über den Nagelsberg zur Jakobsmühle an der B 229. Dann ging es mit dem Rader-Bus bis Lennep-Kreishaus, um pünktlich die Barmag erreichen zu können. Heute wandere ich hin und wieder um die Sperre, kreuze den Nagelsberg und denke an schöne, alte Zeiten.“

Auch Michael Haselhoff stammt aus Feldbach: „Als Kinder gehörte nicht nur Ober- und Niederfeldbach zu den fast täglichen Rad- und Spieltouren unserer Clique, sondern angrenzende Bereiche wie Repslöh und der nicht mehr existierende Käsberg und alles von der Engelsburg bis Kräwinklerbrücke. Auch Schneppendahl, Müllersberg und Nagelsberg waren vor uns nicht sicher.“

Der Nagelsberg ist für Hermann Schmitz mit „schönen Spaziergängen“ verbunden. Die einen wanderten und stromerten, andere reizte die Talsperre. So schreibt Peter Boucke: „An der Vorderseite verläuft die B 229 zwischen Lennep und Rade. Auf der Hinterseite ist ein Teil der heutigen Wuppertalsperre. In meiner Jugend sind wir an diesem abgelegenen Teil der Wupper, vom Nagelsberg aus kommend gerne Schwimmen gegangen.“

Seit Jahren schon betreibt Andreas Kempe am Nagelsberg eine Pensionspferdehaltung mit 45 Boxen und Reithalle.

Christel und Gerd Kotoll kennen Kempes seit 1965: „Wir haben uns dort als Landjugend getroffen. Bis ins höhere Alter haben wir diese Freundschaft ununterbrochen aufrecht erhalten und treffen uns mit zehn Leuten alle 14 Tage zu einem gemütlichen Essen.“

Antje Sander hat seit 1999 am Nagelsberg ihr Pferd stehen. „Der Hühner- und Rinderhof ist zum Pferdestall umgebaut. Daher habe ich das Gebäude direkt erkannt.“ Neben Ottfried Bornewasser lag auch Ratefuchs Dieter Prill richtig, geriet aber ins Schwitzen: „Puh, das war eine härtere Nuss, die Hofschaft Nagelsberg. Erkannt habe ich sie nur mit Hilfe einer ‘alten’ Kollegin, die das Haus als ‘ihren’ Reitstall identifizierte.“

Als Antwort fiel mehrmals auch die Hofschaft Leverkusen und die Panzertalsperre.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Ausflügler ignorieren Absperrungen und begeben sich in Lebensgefahr
Feuerwehr rückt zu Kaminbrand aus
Feuerwehr rückt zu Kaminbrand aus
Feuerwehr rückt zu Kaminbrand aus
Radler in Remscheid bekommen Boxen für ihren Drahtesel
Radler in Remscheid bekommen Boxen für ihren Drahtesel
Radler in Remscheid bekommen Boxen für ihren Drahtesel
Personalabbau bei Leistritz AG: Einigungsstelle nicht zuständig
Personalabbau bei Leistritz AG: Einigungsstelle nicht zuständig
Personalabbau bei Leistritz AG: Einigungsstelle nicht zuständig

Kommentare