Historisches Foto

Welcher zentrale Punkt ist hier zu sehen?

Diesmal wird das Rätsel einfacher. Vor allem für die Älteren, die Mitte der 60er Jahre schon unterwegs waren. Um welchen zentralen Punkt handelt es sich? Schicken Sie die Lösung, gerne mit ihren Erinnerungen, an RGA, Alleestr. 77-81, 42853 Remscheid, E-Mail: redaktion@rga.deRepro: Roland Keusch
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Wo wurde das Foto aufgenommen?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Rätselfoto zeigte die Ecke Heidhof/Hermann-Löns-Straße. Eine Leserin erkannte ihr Elternhaus wieder.

Diesmal wird das Rätsel einfacher. Vor allem für die Älteren, die Mitte der 60er Jahre schon unterwegs waren. Um welchen zentralen Punkt handelt es sich? Schicken Sie die Lösung, gerne mit ihren Erinnerungen, an RGA, Alleestr. 77-81, 42853 Remscheid, E-Mail: redaktion@rga.de

Rodeln im Wald war ein Riesenspaß

Von Andreas Weber

Remscheid. „Moin, sehr schwer diesmal“, stöhnte Peter Kramer und schickte eine falsche Einsendung. In der Tat verlangte das Rätselfoto diesmal sehr viel ab. Die Ecke Hof Heidhof/Hermann-Löns-Straße muss man kennen. Gelegen am Sieper Park, dem mit 11,5 Hektar zweitgrößten Parkwald im Stadtgebiet, gibt es in der Straße keinen Durchgangsverkehr. Zwei richtige Lösungen erreichten den RGA. Die eine war eine Punktlandung. Denn Kesrien Sauer erkannte ihr Elternhaus in der Hermann-Löns-Straße 43.

Am Sieper Park gelegen: Blick auf die Hermann-Löns-Straße 43, in der Kesrien Sauer groß wurde.

Über 20 Jahre lebte die heute 49-Jährige dort, ihre Mutter Anita Zarrath verbrachte sogar 75 Jahre in dem Familienbesitz, der nun, nachdem die Mutter diesen aus Altersgründen aufgeben musste, zum Verkauf steht. Kesrien Sauer, in Hasten beheimatet, erinnert sich an eine behütete Kindheit: „Ich bin in einer sehr ruhigen, zum Spielen schönen Straße groß geworden.“

Weitere historische Fotos

Der Winter ist ihr besonders in Erinnerung. Zu Zeiten, als reichlich Schnee fiel, sausten Kinder und Jugendliche auf Schlitten den Böhmerwald, wie der Sieper Park genannt wurde, runter. Als der RGA Anfang 2019 ein historisches Foto vom anderen Ende der Hermann-Löns-Straße brachte, schrieb Alexandra Margies Schneider dazu: „Es war im Winter das größte Vergnügen, wenn wir mit dem Schlitten den Bömi runter bis zur Grundschule Siepen fuhren.“

Neben dem Elternhaus von Kesrien Sauer war der Arbeitgeber ihres Vaters. Heute steht dort ein Mehrfamilienhaus. Der Vater war CNC-Dreher, wie es heute heißt, bei der Firma August Schröder. Seit 1915 ist diese im Maschinenbau tätig.

Das Haus Nr. 43 im Vordergrund steht noch, im Hintergrund hat sich dagegen baulich viel getan.

Auf die Hermann-Löns-Straße folgte der Großhülsberg als neuer, größerer Standort. August Schröder baute 1984 in der Walter-Freitag-Straße 29 neu, wurde 2008 von dem geschäftsführenden Gesellschafter, verstorbenen Wolfgang Wießmeier an Ernst Strehlke verkauft. Bis 2014 blieb die Firma auf 1400 Quadratmetern in Lüttringhausen, expandierte schließlich mit 5000 Quadratmetern in Radevormwald. Der Name blieb erhalten. August Schröder Maschinenbau ist Zulieferer für Kunden aus allen Bereichen des Maschinen- und Sonderfahrzeugbaus.

Heinz-Jürgen Schmitz schickte die zweite, fast richtige Lösung: „Das Foto zeigt die Sieperstraße. Diese verbindet den Anfang der Eberhardstraße mit der Ronsdorfer Straße. Gut zu erkennen ist die Hofschaft Heidhof, die es heute so nicht mehr gibt. Die Hofschaft wechselte mehrfach ihren Namen. Sie hieß 1369 Heythone, 1568 Heide Hoff und 1639 Heidhoeff. Um 1890 entstand der immergrüne Garten mit einem Kinderspielplatz am heutigen Sieper Park, umrahmt von einer waldreichen Umgebung.“

Schmitz lobt: „Hier konnte man bis zum Wachsen der Bäume ein wunderschönes Panorama ins Morsbachtal und in Richtung Lüttringhausen genießen.“ Im 18. Jahrhundert habe im unteren Teil des Sieper Parks der Sensenvogt Peter Frohn gewohnt, dessen im bergischen Stil gehaltenes Haus der heute nicht mehr genutzten Melanchtonkirche weichen musste. Nach dem Sensenvogt wurde später die Johann-Peter-Frohn-Straße benannt.

Laut Schmitz zu erwähnen wäre noch, dass der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Peter Wolf (Mai 1963 bis Oktober 1964) Mitinhaber der Werkzeugfabrik Wolf und Bangert war, die in der Sieper Straße ansässig war.

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