Historisches Foto

Wo war diese Gastronomie?

Wo steht dieses Gebäude?
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Wo steht dieses Gebäude?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die Fabrikanten-Villa der Mühlhoffs – eines der schönsten Häuser in Alt-Remscheid

Remscheid. Aufgenommen wurde dieses Foto 1974 von Rudi Honsberg. In dem Haus befand sich eine Gaststätte. Wo steht dieses Gebäude? Schicken Sie die Lösung, gerne mit persönlichen Erinnerungen, bis 22. September an den RGA, Alleestr. 77-81, 42 853 Remscheid oder an: redaktion@rga.de

Das historisches Foto der vergangenen Woche: Rath wurde schon um 1350 besiedelt

Vor fast exakt einem Jahr hatte der RGA ein historisches Foto rausgesucht, auf dem die Hofschaft Rath abgebildet war. Schon damals erwies sich die Aufgabe als schwierig. Nur wenige Einsendungen kamen. Auch die Resonanz auf den vergangenen Samstag fiel dünn aus. Heinz-Jürgen Schmitz aber gab eine treffsichere Antwort.

Ein altbergisches, im Rokoko-Stil gehaltenes Haus: In der Hofschaft Rath ist diese wunderschöne Villa zu finden.

„Das Foto zeigt das Haus Mühlhoff auf dem Rath 3. Das altbergische, im Rokokostil gehaltene, Haus wurde 1773 von einem Herrn Honsberg erbaut und ist heute noch eines der schönsten alten Häuser in Alt-Remscheid. Das Haus hat ein mächtiges Satteldach mit einem Quergiebel, auf dem ein auf einer Kugel stehender Posaunenengel thront. Mit den kleinteiligen Sprossenfenstern im Obergeschoss und den weißen stilvollen Fensterrahmen verbinden sich gut die grünen Schlagläden. Die Freitreppe zum Parterre mit dem passenden Geländer zeigt Schmiedekunst in toller Meisterschaft. Das Haus ist weitgehend im ursprünglichen Zustand. Der Siedlungsplatz Rath selber wird erstmals 1350, sogar eventuell schon um 1120, genannt.“

Ulrich Hager tippte zwar, lag aber damit auch goldrichtig. Nummer 3 bei den richtigen Einsendern war Helmut Schucht. Er schrieb: „Der Ortsteil Rath ist von der Ronsdorfer Straße gut zu erreichen.“ Rath liegt zwischen Siepen und dem Hasten, ist eine in sich abgeschlossene Hofschaft, um die der Rather Ring herumführt. „Hier steht das altbergische Rokokohaus am Rather Ring und zeigt sich mit seinen kleinteiligen Sprossenfenstern im Obergeschoss weitgehend in einem ursprünglichen Zustand.“ Der Siedlungsplatz, so Helmut Schucht, sei etwa um 1120 durch Rodung für den Bau des Bürgerhauses zur Bebauung frei geworden.

Außen hat sich nicht viel verändert an der Fassade: Im Garten davor wurde noch ein Haus gebaut.

Auch Silke Schneider erkannte die Villa am Ende der Rather Straße. „Sie wurde verkauft und megaschön und vor allem liebevoll restauriert. Nur schade, dass der alte Rosengarten, der vor dem Haus stand, verkauft wurde und dort ein neues, unbezogenes Haus gebaut wurde.“ Annegret Zühlke meldete sich auch zu Wort: „Das ist die alte Fabrikanten-Villa von Mühlhoffs in der Rather Straße.“

Die Siedlungsgemeinschaft, Rath, die im Juni 2013 ihr 60-jähriges Bestehen feierte, gibt es nicht mehr. Im Juli 1947 hatten 28 Remscheider die Gemeinschaft ins Leben gerufen, um in Rath ihre Heime aufzubauen. Drei Jahre später wurde in der neuen „Siedlung Rath“ der Grundstein für das erste Haus gelegt.

Die Häuser entstanden im Schweiße des Angesichts. Baugruben wurden mit Hacke und Schaufel ausgehoben. Jeder Siedler war verpflichtet, 3000 Stunden zu investieren.

Sebastian Epe, Urenkel von Helmut Epe, kennt Rath noch aus der Zeit, als der Malertraditionsbetrieb seiner Familie dort angesiedelt war. Er schrieb dem RGA: „Das ist die alte Mühlhoff-Villa, dazu gehörten die ganzen Fabriken, die daneben stehen und unterdessen zum Teil zu Wohnhäusern umgebaut sind. Die Villa wurde vor vielleicht zwei Jahren zuletzt noch einmal verkauft. Ich habe sie bei Immoscout gesehen und anschließend wurde auf dem vorher noch tollen Garten vor der Villa ein Fertighaus gebaut – also das Grundstück geteilt.“

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