Historisches Foto

Wo steht dieses Haus?

Erkennen Sie, wo sich das Haus befindet?
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Erkennen Sie, wo sich das Haus befindet?

Unser Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die Doddestraße in der Siedlung Bökerhöhe.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Vor bald 50 Jahren, genauer: 1974, entstand diese Aufnahme, zu sehen ist ein Fachwerkhaus, das - kleiner Tipp - heute noch nahezu unverändert an gleicher Stelle steht. Erkennen Sie, wo sich das Haus befindet? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Anekdoten, bis zum 4. August an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: Dieses Jahr wird ein runder Geburtstag gefeiert

„Ich tippe mal auf die Siedlung Bökerhöhe - Doddestraße“, schreibt Heinz-Peter Riedemann zu unserem Rätselfoto der vergangenen Woche. Und damit hat er, auch wenn es ein wenig geraten klingt, absolut recht. Allein ist er damit allerdings nicht, zahlreiche Leserinnen und Leser erkannten die gesuchte Straße in U-Form, viele auch dank eines gewissen Heimvorteils. So wie bei Ursula Freund, die es quasi wissen musste: „Für mich ein leichtes Rätselfoto, wohne ich doch fast mein ganzes Leben in dem Haus am linken Bildrand“, schreibt sie uns.

1972 entstand unser Rätselfoto der vergangenen Woche, da war die gesuchte Straße gerade mal 50 Jahre alt.

Ganz ähnlich bei Waltraud Roth, die, wie sie schreibt, seit 84 Jahren in der nahen Damaschkestraße wohnt. Oder auch bei Ulrich Hager, die früher am noch näheren Elisabethplatz gewohnt hat. Und bei Michael Loosen war es die Verwandtschaft, die dort jahrelang wohnte.

„Die Siedlung wird am 13. August 2022 100 Jahre alt“, weiß Dagmar Frantzen zu berichten, die dort auch schon ihre Leben lang wohnt, wie sie uns schreibt. Auch andere Einsendungen, zum Beispiel von Heinz-Jürgen Schmitz und Roland Benscheid, gehen auf die Geschichte der Siedlung ein. „Diese wurde benannt nach dem geheimen Kommerzienrat Moritz Böker“, schreibt Schmitz. „Dieser war damals Direktor der Bergischen Stahl Industrie in Remscheid“, ergänzt Benscheid.

In diesem Jahr wird die Doddestraße und mit ihr die ganze Siedlung Bökerhöhe stolze 100 Jahre alt.

Böker hatte die Siedlung initiiert und reagierte damit auf enorme Wohnungsnot, die in den frühen 1920er-Jahren in Remscheid herrschte. Er erwarb Grund und Boden und stellte sogar das Baumaterial zur Verfügung, so dass die Menschen dort vergleichsweise günstig Wohnhäuser errichten konnte. Dabei wurde vertraglich festgelegt, dass die neue Siedlung, die heute als älteste Stadtrandsiedlung Remscheids gilt, zu mindestens 75 Prozent von BSI-Mitarbeitern bewohnt werden sollte.

Noch weiter in Vergangenheit muss man schauen, um etwas über den Namensgeber der gesuchten Straße zu erfahren. Die hieß wohl erst Neuland, wurde dann aber 1929 in Doddestraße umbenannt, zu Ehren von Walter Dodde.

Dodde war ein Laienbruder, der vor der berühmten Schlacht von Worringen 1288 die Gefolgsleute des Grafen Adolf V. von Berg „mit einer flammenden Rede“, so ist überliefert, auf ihren Kampf gegen die Truppen des Kölner Erzbischofs Siegfried von Westerburg vorbereitete. Wohl mit Erfolg, schließlich konnten die Berger Erzbischof Siegfried gefangen nehmen.

Ein Gemälde, das Peter Janssen der Ältere 1893 erstellte und das Walter Dodde bei seiner Rede zeigen soll, hängt heute im Jan-Wellem-Saal im Düsseldorfer Rathaus. Nicht ohne Grund: Die heutige Landeshauptstadt hatte wenige Wochen nach der Schlacht die Stadtrechte erhalten, auch um Gegenpol zur Macht des Kölner Erzbischofs zu werden. Die Folgen kann man bis heute sehen.

Die richtige Lösung wussten auch Bernhard Erner, Jürgen Koball, Marion Lepper, Helmut Schucht Peter Koch und Jörg Wagner.

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