Historisches Foto

Wo parken diese Autos?

Wer erkennt diesen Ort?
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Wer erkennt diesen Ort?

Unser Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte ein markantes Eckhaus in Lüttringhausen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Ganz schön viel Blau auf unserem neuen Rätselfoto - oben am Himmel und unten auf dem Blech der geparkten Autos. Doch wo parken diese Pkw? Ein kleiner Tipp: Die rechte Seite der abgebildeten Straße haben wir bewusst etwas abgeschnitten, sonst wäre es, schon wegen der Werbung an den Häusern dort, zu einfach gewesen. Erkennen Sie die gesuchte Straße trotzdem? Dann schicken Sie die Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Anekdoten, bis 25. August an den RGA, Alleestr. 77-81, 42853 Remscheid, oder E-Mail an:
redaktion@rga.de.

Das Rätselbild der vergangenen Woche: Straßenname erinnert an Ehrenbürger

Vom Hasten ins „Dorp“: Nachdem in der Woche zuvor viele Leser das Luckhaus im Büchel erkannt haben, gab es auf dem Rätselfoto am vergangenen Samstag ein nicht weniger markantes Gebäude - allerdings in einer völlig anderen Ecke der Stadt. Doch die RGA-Leser lassen sich von solchem Hin-und-her-Gehopse nicht verwirren und so erkannten wieder viele Teilnehmer das gesuchte Gebäude, das bis heute an der Ecke Tannenberg- und Richard-Pick-Straße.

Ein Haus, aber gleich zwei Straßen: Unser Rätselfoto aus der vergangenen Woche.

Oder wie es Dieter Prill formuliert: „Dieses Haus im schönen Lüttringhausen hat sogar zwei Adressen, nämlich Tannenbergstraße 21 und Richard-Pick-Straße 9.“ Das hatte auch Werner Schimmel erkannt, der, wenn er uns auch „von nebenan“ aus Lennep schrieb, viel über die nähere Umgebung des Hauses zu berichten hatte: Nebenan liege bis heute mit der Hausnummer 7 die Katholischen Kirche Heilig Kreuz, gegenüber sei früher die Ortskrankenkasse gewesen.

„Weiter abwärts, heute bebaut, Nummer 11 und 11a, waren sehr hoch stehende Fichten und ein großer Garten der Firma Imhof & Lange, für uns Kinder der ideale Spiel- und Versteckplatz“, erinnert er sich weiter. Und: „Im Haus Nummer 13 gab es das einzige Textil-Kellergeschäft von Remscheid, Ewald Schimmel & Co., ESCHICO, zu erreichen über die links am Gebäude hinabführende Außentreppe, immer besonders gefährlich, wenn diese im Winter vereiste.“ Remscheider, Ronsdorfer und Cronenberger Kleinbetriebe seien hier mit den „Blauleinen“ versorgt worden. „Es konnte auf Pump“ gekauft werden.“ Die Rechnung wurde dann wöchentlich mit Pfennig-Beträgen abgestottert.

An die Kirche Heilig Kreuz, die Werner Schimmel erwähnt, erinnert auch Heinz-Jürgen Schmitz: „Die im Barockstil gestaltete Kirche wurde 1927 eingeweiht. Ein Hingucker ist die 1974 ausgemalte Decke im Kirchenschiff.“ Eigentlich sollte die Kirche an der Kreuzbergstraße gebaut werden, wo zuvor ein großes Holzkreuz stand, zu dem Menschen aus der Region pilgerten. Allerdings wollte der damalige Bürgermeistermeister das Grundstück lieber für sein neues Rathaus - also wurde getauscht.

Heute steht es noch an gleicher Stelle. Selbst der Zaun und der Verteilerkasten sind noch da.

Schmitz geht zudem auf die Namensgeber der sich hier kreuzenden Straße ein: „Die Tannenbergstraße ist nach der Schlacht bei Tannenberg in Ostpreußen benannt, bei der am 15. Juli 1410 das Heer des Deutschen Ordens auf die polnische Armee traf.“ Dies gilt als eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren und als Höhepunkt der 1303 begonnenen Litauerkriege des Deutschen Ordens - und endete mit dessen Niederlage. Damit verlor auch der Mythos von der „gottgewollten“ Unbesiegbarkeit des Ordensheeres an Bedeutung, was langfristig große Auswirkungen auf die weitere politische Entwicklung in Europa hatte.

Auf den anderen Namensgeber verweist zudem Rudi Goecke: Richard Pick sei 35 Jahre Stadtverordneter und 20 Jahre Beigeordneter der damals noch selbstständigen Stadt Lüttringhausen gewesen, schreibt er uns. Im Juli 1929, also unmittelbar vor der Eingemeindung nach Remscheid, sei ihm die Ehrenbürgerschaft verliehen worden: „Mein Großvater, selbst Bandwirker, erzählte, dass sich Richard Pick stets für seinen Berufszweig eingesetzt habe.“ 1933 starb Richard Pick - natürlich in „seinem“ Lüttringhausen.

Die richtige Antwort wussten auch unter anderem Helmut Schucht, Peter Koch, Volker Hebda und Jörg Wagner.

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