Historisches Foto

Wo in Remscheid wurde dieses historische Bild aufgenommen?

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Dies sieht nach großstädtischem Einkaufsflair anno Tobak aus.
  • Andreas Weber
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Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte eine der lebendigsten Straßen in der Innenstadt – Viele Leser wurden hier groß und erinnern sich gerne an die vielen Geschäfte.

Remscheid. Dies sieht nach großstädtischem Einkaufsflair anno Tobak aus. In welcher Straße in Remscheid wurde dieses historische Bild geschossen? Das sollte nicht so schwer rauszufinden sein. So viel sei aber verraten: Diese Straße hat ihr Gesicht über die Jahrzehnte stark verändert. Ein großer Einschnitt wurde schon 1971 in die Wege geleitet.

Schicken Sie die Lösung unseres Bilderrätsels, gerne verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, bis zum Donnerstag, 5. Mai, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: In der Hindenburgstraße gab es alles für das tägliche Leben

Die Hindenburgstraße zählt zu den spannendsten und lebendigsten Straßen in der Innenstadt. Sie zu erkennen, fiel nicht schwer. Viele Zuschriften erreichten den RGA.

Wolfgang Görtz lebte in der benachbarten Mozartstraße von 1972 bis 1978 in seiner ersten eigenen Wohnung. „Wenn ich mich daran erinnere, war es einer der schönsten Momente, wenn ich mit meiner dreijährigen Tochter zur Bäckerei Dickel auf der Hindenburgstraße gegangen bin, um Brötchen zu holen. Wir hatten ein ‘Luxusproblem’, da es im Umkreis vier Bäckereien gab, die man fußläufig erreichen konnte. Die täglichen Aktivitäten teilten sich in zwei Richtungen auf. Über die Hindenburgstraße gingen wir zu Fuß in Richtung Innenstadt und mit dem Auto ging es über die Schützenstraße zur Arbeit. Es war auch die Zeit, in der wir unsere Miete in bar pünktlich an jedem Ersten beim Hauseigentümer abgeben mussten.“

Nicht von Bomben zerstört: die Hindenburgstraße, Ecke Mozartstraße.

Rainer Knorr lebte in der Hindenburgstraße, im Haus Nr. 76 von klein an bis zum Ende seines Studiums. „Zuerst war dort im Ladengeschäft der Hauseigentümer Otto Mempel mit seiner Drogerie vertreten, später kam ein Barbershop hin. In der Nr. 78 war in den 70ern die Konditorei Schumacher, später ein Medienbüro. In der Umgebung gab es drei inhabergeführte Bäckereien, heute undenkbar. Die Hindenburgstraße ‘lebte’ damals schon und bot ein angenehmes Wohnumfeld. Als Kinder haben wir auf dem Bürgersteig oder in den hinten liegenden Gärten gespielt, später im angrenzenden Stadtpark oder auf dem Sportplatz ‘Deutsche Eiche’.“

Gepflegte Altbauten treffen auf moderne Gebäude: die Hindenburgstraße.

Auf Höhe des Hauses Nr. 68, Ecke Mozartstraße, lebte Brigitte Weischet ab 1964 mit ihren Eltern. Es war ein idealer Standort. „Man war schnell in der Stadt und im Stadtpark. Die Elektrische fuhr auf der Hindenburgstraße und wurde später durch Busse ersetzt. Eigentlich gab es bei uns alles. Man brauchte nicht in die Stadt gehen, um einzukaufen, eventuell mal auf den Markt. Blumengeschäfte, Jänch und Drössiger, gab es sogar zwei. Milchgeschäft, Metzger, Gemüse Willich, Friseure, auch mehrere“, schreibt Weischet. Das Beste war das Schützenfest. „Der Festumzug kam bei uns vorbei. Wir lagen mit Sofakissen unter den Armen im Fenster und schauten uns den Aufmarsch der Schützenvereine an.“

Weitere Folgen unseres „Historischen Fotos“ finden Sie hier

Horst Röntgen lebte in der Nr. 68 von 1937 bis 1942. Er wisse, so Röntgen, dass fünf Häuser weiter das Café Schumacher gegenüber der Einmündung Beethovenstraße gewesen sei und gegenüber auf der Ecke Hindenburg-/Beethovenstraße Paul Paas, Mit-Initiator der „Kaufpark“-Filialkette, sein Lebensmittelgeschäft betrieb. „Paas und der Bäcker Breuer in der Beethovenstraße wurden von meiner Mutter nach Kriegsbeginn mit mir nahezu täglich angesteuert.“

In der Hindenburgstraße haben viele schöne Häuser den Krieg überlebt, meint Edelgard Diederichs. Vertiefend fügt Roland Benscheid hinzu: „In der Hindenburgstraße ergänzen moderne Wohnhäuser liebevoll gepflegte Altbausubstanz. Das ist einer der wenigen Innenstadtbereiche, der 1943 nicht im Bombenhagel versank. Die Hindenburgstraße, früher Neuscheiderstraße, bestand in ihren Ursprüngen vorwiegend aus Bauernhöfen. Nach dem Krieg 1870/71 gab es dort einen Bauboom. Die Schiefer- und Fachwerkhäuschen wichen mehrgeschossigen Steinbauten. 1902 bezog man den Neubau der Hindenburgschule in der Nr. 42, heute das GBG. Vor dem Neubau eines Finanzamtes in Lennep befand sich der Vorgänger ebenfalls in der Nähe des Gymnasiums.“

Richtig lagen auch Heinz-Jürgen Schmitz, Brigitte Herbertz, Helmut Schucht, Susanne Heynen, Wolfram Heinrichs, Walter Becker, Uli Hainbuch, Heribert Wurth, Alex Berg, Elfi Keck, Dieter Prill.

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